Ägyptens Präsident erlaubt Militär "brutale Gewalt" gegen den IS

    29. November 2017, 10:52
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    Abdelfattah al-Sisi reagiert mit harten Worten auf islamistischen Angriff auf Moschee mit über 300 Toten

    Kairo – Nach dem schweren Anschlag auf dem Sinai hat Ägyptens Präsident Abdelfattah al-Sisi dem Militär eine Frist von drei Monaten gesetzt, um die Halbinsel mit allen notwendigen Mitteln wieder unter Kontrolle zu bringen.

    In einer Ansprache an den neuen Generalstabschef sagte er am Mittwoch, dieser sei dafür verantwortlich, dass die Region binnen eines viertel Jahres wieder sicher und stabil sei. "Sie können dabei mit aller brutaler Gewalt vorgehen, die notwendig ist." Details zu etwaigen Einsätzen nannten Sissi nicht.

    Hunderte Tote

    Am Freitag hatten Extremisten bei, schlimmsten Attentat in der jüngeren Geschichte des Landes mehr als 300 Menschen getötet. Bislang hat keine Gruppe den Anschlag auf die Moschee auf dem Sinai für sich reklamiert.

    Die Behörden vermuten die Extremistenmiliz IS hinter dem Attentat. Seit mehr als drei Jahren bekämpfen die ägyptischen Sicherheitskräfte auf dem Sinai einen Ableger des IS. Die Extremisten haben Hunderte Polizisten und Soldaten getötet. (Reuters, 29.11.2017)

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