Veith und Hütter mit gutem Belastungstest

28. November 2017, 23:41
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ÖSV-Abfahrerinnen im ersten Training aber nicht in Top Ten – Dengscherz beste Österreicherin – Weirather im ersten Training Schnellste

Lake Louise – Die ÖSV-Läuferinnen haben im ersten Training für die ersten Abfahrten der Skiweltcupsaison am Freitag und Samstag (jeweils 20.30 Uhr MEZ) in Lake Louise die Top Ten verpasst. Für die positive Überraschung sorgte am Dienstag aber Dajana Dengscherz. Die 20-jährige Tirolerin, die erst fünf Weltcuprennen absolviert hat, belegte als beste Österreicherin mit 0,66 Sekunden Rückstand Rang zwölf.

Bestzeit erzielte die Liechtensteinerin Tina Weirather, die in 1:51,41 Minuten knapp vor den beiden Italienerinnen Elena Fanchini (+0,02) und Sofia Goggia (+0,03) lag. US-Speedstar Lindsey Vonn hatte als Achte 0,30 Sekunden Rückstand.

Bei Schneefall absolvierten zwei lange verletzte ÖSV-Asse einen ersten echten Belastungstest. Anna Veith, die nach ihrer im Oktober 2015 erlittenen, schweren Knieverletzung die vergangene Saison abgebrochen und nach einer neuerlichen Operation auf den Saisonstart in Sölden verzichtet hatte, fuhr auf Rang 21 (+1,36). Cornelia Hütter, die nach ihrem im Jänner erlittenen Kreuzbandriss ihr Comeback gibt, belegte als drittbeste Österreicherin unmittelbar hinter Christine Scheyer (+1,04) mit 1,06 Sek. Rückstand Platz 16.

"Nervös"

"Am Start war ich so nervös", erzählte Hütter. "Glücksgefühle, Anspannung, nicht genau wissen, wo man steht – da kommen so viele Sachen zusammen. Es ist wieder ganz was anderes. Im Training bin ich ein paarmal Abfahrt gefahren, aber das kann man mit Renntraining nicht vergleichen", sagte die Steirerin, die halbwegs zufrieden war. "Es war ganz solide, okay. Ich habe ein paarmal rausgenommen, wo ich mir noch nicht so sicher war, und mir gedacht, das schaue ich mir an. Wir haben noch zwei Trainings, die werde ich noch brauchen. Ich bin gut eine Sekunde hinten, ich habe schon noch Potenzial nach oben."

Auch Veith sprach von einem "guten Test". "Ich habe probiert, konzentriert ans Werk zu gehen. Vom Schnee her war es langsam, von dem her war es keine große Schwierigkeit. Ich versuche, mich gut heranzutasten, der Rückstand ist im Rahmen. Dafür, dass ich in den letzten zwei Jahren sechs Tage Abfahrt in den Füßen habe, ist es ein gutes Ergebnis", sagte die 28-jährige Salzburgerin, die knapp hinter US-Slalomstar Mikaela Shiffrin (+1,33) lag.

Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer folgte gleich hinter Veith auf Rang 22 (+1,46). "Der erste große Vergleich ist immer ein bisschen ungewiss. Da will man gleich alles so gut wie möglich machen, das ist mir nicht gelungen. Aber egal, es gibt noch zwei Trainings. Ein bisschen mehr Spannung brauche ich noch. Das Ziel muss sein, unter die ersten zehn zu fahren", erklärte die 28-Jährige. (APA, 28.11.2017)

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