Weitere Masern-Verdachtsfälle an Schulen im Tiroler Bezirk Kufstein

    28. November 2017, 15:21
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    Zwei Schüler an der Volksschule Sparchen in Kufstein und eine Schülerin der Neuen Mittelschule St. Johann offenbar betroffen

    Innsbruck – Nachdem Mitte November ein Kind an der Volksschule Sparchen in Kufstein an Masern erkrankt war, gibt es an der Schule nun weitere zwei Verdachtsfälle: Betroffen sind laut Angaben des Landes ein Schüler und eine Schülerin. Zudem wies auch eine Schülerin der Neuen Mittelschule in St. Johann in Tirol "maserntypische Krankheitssymptome" auf, hieß es.

    Die virologische Bestätigung, dass es sich in den drei Fällen tatsächlich um Masern handle, liege aber noch nicht vor, erklärten die zuständigen Bezirkshauptmänner Christoph Platzgummer (Kufstein) und Michael Berger (Kitzbühel). Die Schüler seien in ärztlicher Behandlung. Sie befinden sich zu Hause in Quarantäne und haben keinen Kontakt zu ungeschützten Personen.

    Impfung als wirksamster Schutz

    Vor den hochansteckenden Masern seien alle jene geschützt, die diese Erkrankung bereits durchgemacht haben oder zwei Mal mit dem Impfstoff MMR ("Mumps-Masern-Röteln") geimpft wurden. "Bitte kontrollieren Sie den Impfpass. Die MMR-Impfung kann in jedem Lebensalter kostenfrei nachgeholt werden", riefen die Platzgummer und Berger zur vorbeugenden Impfung als wirksamsten Schutz vor der Erkrankung auf.

    Außerdem sollen Masern-Kontaktpersonen ihren Gesundheitszustand aufmerksam über drei Wochen hinweg beobachten. Bei Krankheitsanzeichen wie Fieber, Schnupfen, trockener Husten und Bindehautentzündung der Augen solle man zu Hause zu bleiben. Persönliche Kontakte mit anderen Personen seien unbedingt zu meiden und der Hausarzt ist telefonisch zu kontaktieren.

    Der Mitte November bekannt gewordene Masernfall an der Volksschule Sparchen hatte zur Folge, dass die Bezirkshauptmannschaft allen ungeschützten Kindern und Lehrern den Schulbesuch bis zum 10. Dezember untersagten. "An diesem Tag endet vorerst der Risikozeitraum", verwies Platzgummer auf ein bereits an die betroffenen Eltern ergangenes Informationsschreiben. (APA, 28.11.2017)

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