Verdächtiger im Mordfall von Wien-Fünfhaus wird im Ausland vermutet

    28. November 2017, 13:12
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    Der 40-Jährige wird verdächtigt, seine Frau erstochen zu haben. Er ist mit den vier Kindern verschwunden

    Wien – Nach der Tötung einer 31-jährigen Frau in einer Wohnung in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus vermuten die Ermittler ihren dringend tatverdächtigen Ehemann im Ausland. Der 40-Jährige ist mit den vier gemeinsamen Kindern untergetaucht, laut Polizeisprecher Harald Sörös dürfte er bis zu zwei Tage Vorsprung haben.

    Die Frau war am Sonntag in der Wohnung in der Felberstraße tot aufgefunden worden, sie wies mehrere Messerstiche auf. Besorgte Angehörige hatten sich am Sonntagabend an eine Polizeiinspektion gewandt, nachdem sie zuletzt am Freitagabend Kontakt zu der 31-Jährigen gehabt hatten und die Frau danach nicht mehr erreichbar war. Die Beamten fanden die Leiche der Frau in ihrer Wohnung, die Tatwaffen, zwei Messer, lagen daneben.

    Mann war amtsbekannt und in Therapie

    Der Ehemann war wegen Gewalt in der Familie amtsbekannt, einmal wurde über ihn laut Polizei ein Betretungsverbot verhängt. Dem Jugendamt zufolge wurden in diesem Jahr von zwei Wegweisungen ausgesprochen, nach der ersten im März schaltete sich das Amt ein. Seiner Frau sei es mit Unterstützung von Behördenmitarbeitern gelungen, den Mann von der Notwendigkeit einer Behandlung zu überzeugen, sagte Jugendamtssprecherin Herta Staffa.

    Er sei ambulant in Therapie gewesen und habe Medikamente genommen. Nach einem weiteren Vorfall im Sommer, der das zweite Betretungsverbot zur Folge hatte, habe er versprochen, die Therapie fortzusetzen, und das sogar per Unterschrift bekräftigt, berichtete Staffa. Man habe ihm klargemacht, dass er andernfalls seine Kinder verlieren würde. Seine Frau hatte bereits die Scheidung eingereicht, den Antrag aber zurückgezogen.

    Die Polizei gab sich am Dienstag sehr bedeckt, weil man die Fahndung und das Kindeswohl nicht gefährden wollte. Sörös betonte lediglich, es seien ein europäischer und ein internationaler Haftbefehl beantragt worden. (APA, 28.11.2017)

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