Machtkampf: Grizzlies feuern Trainer Fizdale

28. November 2017, 11:32
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Nach Konflikt mit Star – Cavaliers souverän, Parker feiert Comeback für Spurs

Memphis – Die Memphis Grizzlies haben sich von Trainer David Fizdale getrennt und damit die Konsequenzen aus der anhaltenden sportlichen Misere gezogen. Das Team um den spanischen Star Marc Gasol hatte zuletzt acht Partien in Serie verloren und war damit auf Platz zwölf der Western Conference abgerutscht.

"Ein Kurswechsel war notwendig, um die besten Chancen für den Erfolg des Teams zu gewährleisten", begründete General Manager Chris Wallace den Trainerwechsel am Montag. Interimsmäßig übernimmt J. B. Bickerstaff. Memphis erreichte in den vergangenen sieben Jahren stets die Playoffs.

Hinter den Kulissen dürfte es vor allem zwischen Gasol und Fizdale gekriselt haben. Nachdem der Coach seinen Star in der Nacht auf Montag in der entscheidenden Phase auf die Bank verbannt hatte, ließ dieser seiner Enttäuschung in der Umkleidekabine nach dem Spiel freien Lauf. "Ich hasse es, nicht zu spielen. Wenn ich nicht am Court bin, werde ich nicht wertgeschätzt. Ich bin sicher, dass sie wussten, dass mir das am meisten wehtun würde. Ich bin sicher, dass sie das mit Mike (Conley, Anm.) nicht gemacht hätten", hatte Gasol gesagt.

Cavaliers souverän

Im großen Montag-Schlager feierten die von LeBron James mit 30 Punkten, 13 Rebounds und 6 Assists angeführten Cleveland Cavaliers einen 113:91-Erfolg in Philadelphia und damit den bereits achten Sieg en suite. Die Golden State Warriors kassierten dagegen eine überraschende 106:110-Heimniederlage gegen die Sacramento Kings. Beim NBA-Titelverteidiger, der bis 3:08 Minuten vor Schluss noch 106:102 geführt hatte, fehlten allerdings die beiden Superstars Stephen Curry (Handblessur) und Kevin Durant (Knöchelverletzung).

Keine Blöße gaben sich dagegen die Houston Rockets beim 117:103-Heimsieg über die Brooklyn Nets, bei dem einmal mehr James Harden herausragte. "The Beard" verbuchte 37 Punkte, zehn Rebounds und acht Assists für den Spitzenreiter der Western Conference. Harden ist nach dem ersten Saisonviertel mit einem Punkteschnitt von 31,7 Topscorer der besten Basketball-Liga der Welt.

Parker feiert Comeback

Bei den San Antonio Spurs gab indes Tony Parker sein Comeback nach fast siebenmonatiger Verletzungspause wegen eines Risses der Quadrizepssehne im linken Bein. Der 35-jährige Franzose stand beim 115:108-Heimsieg im Texas-Derby gegen die Dallas Mavericks 14:08 Minuten auf dem Parkett und verbuchte dabei sechs Punkte und vier Assists.

"Es waren sehr viele Emotionen im Spiel", sagte Parker. "Ich war nah dran, in Tränen auszubrechen. Es hat sich ein bisschen wie bei meinem ersten Spiel als Rookie angefühlt." Spurs-Matchwinner war Power Forward LaMarcus Aldridge mit dem Saisonbestwert von 33 Punkten und zehn Rebounds. Damit liegt San Antonio nun hinter Houston und Golden State auf Platz drei im Westen. (APA, red, 28.11.2017)

NBA-Ergebnisse, Montag

Houston Rockets – Brooklyn Nets 117:103
Indiana Pacers – Orlando Magic 121:109
Philadelphia 76ers – Cleveland Cavaliers 91:113
Boston Celtics – Detroit Pistons 108:118
New York Knicks – Portland Trail Blazers 91:103
San Antonio Spurs – Dallas Mavericks 115:108
Golden State Warriors – Sacramento Kings 106:110
Los Angeles Clippers – Los Angeles Lakers 120:115

  • David Fizdale muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen.
    foto: ap photo/brandon dill

    David Fizdale muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen.

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