Salzburgs Heimserie soll gegen Mattersburg weitergehen

28. November 2017, 11:20
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Für Rose kommt die "Woche der Wahrheit erst jetzt" – Herbstmeister-Titel könnte schon am Mittwoch fix sein – Baumgartner: "In 90 Minuten alles möglich"

Salzburg/Mattersburg – Spitzenreiter Red Bull Salzburg ist seit mittlerweile über einem Jahr und 18 Spiele in Fußball-Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen. Diese Erfolgsserie soll auch am Mittwochabend (18.30 Uhr) gegen den Vorletzten aus Mattersburg prolongiert werden. "Wir müssen in Summe wieder sehr aufmerksam sein und brauchen eine gute Leistung, denn wir wollen das Spiel gewinnen", betonte Salzburg-Coach Marco Rose.

Erfolgswoche

Seine Mannschaft hat in den jüngsten drei Spielen wichtige Siege gefeiert: Zunächst stürzte sie mit einem 5:0-Triumph im Schlager Sturm Graz als Tabellenführer, am vergangenen Donnerstag folgte mit dem 3:0-Heimerfolg über Vitoria Guimaraes der vorzeitige Gruppensieg in der Europa League und zuletzt am Sonntag gab es ein 3:2 im Spitzenspiel bei Rapid zu bejubeln. Doch für Rose kommt die zuletzt viel zitierte "Woche der Wahrheit" erst jetzt: "Denn nach so einer Woche ist es nicht so einfach, top zu bleiben. Wir müssen nach wie vor auch die Mentalität hochhalten", forderte der 41-Jährige.

Dass der vierfache Double-Gewinner derzeit auf einer Erfolgswelle schwimmt, analysierte der Coach folgendermaßen: "Die Dinge entwickeln sich bisher richtig positiv für uns. Grund dafür ist eine Mannschaft, die enorm fleißig ist und ein Riesentalent hat. Es steckt aber auch sehr viel harte Arbeit dahinter – und auch die Momente, die derzeit für uns sprechen."

Müdigkeit

Salzburg-Verteidiger Marin Pongracic gestand indes, "momentan schon ein bisschen müde" zu sein. "Drei so intensive Spiele in einer Woche kosten schon Kraft. Aber wir werden gut regenerieren und haben auch noch frische Spieler", gab der 20-jährige Kroate einen Hinweis darauf, dass wohl auf mehreren Positionen rotiert werden dürfte. "Dann sind wir am Mittwoch wieder hundertprozentig fit."

Auf Pongracic und seine Mitspieler warten nun noch zwei weitere englische Wochen, denn nach dem Heimspiel gegen Mattersburg gastiert der Serienmeister am Sonntag in Wien bei der Austria. Da könnte Salzburg schon als Herbstmeister feststehen. Bei einem Sieg gegen Mattersburg und einem Punktgewinn von Admira Wacker bei Sturm am (heutigen) Dienstag ist den "Bullen" der freilich belanglose Titel nicht mehr zu nehmen.

Danach folgt am 7. Dezember in Marseille das abschließende Gruppenspiel in der Europa League, ehe es dann zum Abschluss des Jahres noch in der Liga gegen den WAC (10.12./auswärts) und gegen Aufsteiger LASK (16.12./zu Hause) geht. "Für die restlichen fünf Spiele gibt es nur eines: den vollen Fokus auf das Wesentliche richten und die Bereitschaft, über die Grenzen zu gehen", erklärte Rose.

Baumgartner erwartungsvoll

Die bisher letzte Niederlage in Wals-Siezenheim setzte es für die "Bullen" am 27. November des Vorjahres mit dem 0:1 gegen die Admira. Gegen Mattersburg stehen seit dem 3. März 2012 sechs Heimsiege in Folge zu Buche. Zuletzt waren in Salzburg aber auch enge Partien zwischen den beiden Teams dabei. Im Frühjahr setzten sich die Hausherren nur knapp 1:0 durch.

"Damals haben wir in erster Linie einen Gegentreffer erhalten und selbst keinen geschossen. Damit kannst du eben auch nichts mitnehmen, nicht bei der Admira und auch nicht in Salzburg", analysierte Mattersburg-Coach Gerald Baumgartner, der am Samstag mit dem 0:2 bei der Admira die erste Niederlage nach davor einem Remis und zwei Siegen mitansehen musste und danach die fehlende Effektivität seiner Mannschaft ansprach.

Gegen den Meister rechnet sich Baumgartner etwas aus. "Schließlich ist im Fußball in 90 Minuten alles möglich", sagte der Salzburger. "Wir werden sicher mit viel Herz und Leidenschaft auftreten und alles versuchen, trotz schwierigster Ausgangslage vielleicht was mitzunehmen." Mattersburg hat als Neunter zehn Punkte Vorsprung auf Schlusslicht St. Pölten. (APA, 28.11.2017)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen

FC Red Bull Salzburg – SV Mattersburg (Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, 18.30 Uhr, SR Harkam). Bisheriges Saisonergebnis: 2:1 (a). Saisonergebnisse 2016/17: 3:1 (h), 1:2 (a), 1:0 (h)

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – X. Schlager – Haidara, Minamino, Va. Berisha – Gulbrandsen/Hwang, Dabbur

Ersatz: Stankovic – Pongracic, Stangl, C. Leitgeb, Farkas, Yabo, Rzatkowski

Fraglich: Samassekou (Fußprellung), Wolf (Sprunggelenk)

Mattersburg: Kuster – Höller, Ortiz, Mahrer, Rath – Jano, Seidl – Gruber, Perlak, Renner – Prevljak

Ersatz: Casali – Erhardt, Sittsam, Okugawa, Pink, Bürger, Maierhofer

Es fehlen: Malic (gesperrt), Hart (Adduktorenverletzung)

  • Die Salzburger wollen weiter jubeln und den siebenten Heimsieg in Serie gegen die Burgenländer einfahren.
    foto: apa/krugfoto

    Die Salzburger wollen weiter jubeln und den siebenten Heimsieg in Serie gegen die Burgenländer einfahren.

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