ARD-Sender boykottieren Roger-Waters-Konzerte

    27. November 2017, 19:41
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    Grund sind die Antisemitismusvorwürfe gegen den Pink-Floyd-Star

    Berlin – Mehrere ARD-Sender werden über die Konzerte von Pink-Floyd-Star Roger Waters in Deutschland nicht berichten. Der Sender reagiere damit auf die Antisemitismusvorwürfe gegen Waters, teilte der RBB am Montag mit. Waters' Auftritte am 1. und 2. Juni 2018 in Berlin würden nicht von den RBB-Wellen Antenne Brandenburg und Radio Berlin 88,8 präsentiert.

    Der Sender setze damit auch ein Zeichen gegen die Boykottaufrufe des Sängers zu Israel-Auftritten anderer Künstler. "Hier klar Position zu beziehen ist für den RBB ein wichtiges Signal auch an die jüdischen Gemeinden in Berlin und Brandenburg", sagte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.

    Andere ARD-Anstalten, darunter der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR), wollen Waters ebenfalls nicht zeigen. Waters hat immer wieder zum Boykott Israels aufgerufen und auf Konzerten Ballons in Schweineform mit dem Davidstern aufsteigen lassen. Er gilt als Unterstützer der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Die internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein. (APA, red, 27.11.2017)

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