Schulz lässt weiter alle Optionen offen

27. November 2017, 17:07
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SPD-Chef: "Gehen in Gespräche, von denen wir noch nicht wissen, wohin sie führen werden"

Berlin – Der deutsche SPD-Chef Martin Schulz hat eine Beteiligung der Sozialdemokraten an einer künftigen deutschen Bundesregierung offengelassen. "Wir gehen in Gespräche, von denen wir noch nicht wissen, wohin sie führen werden", sagte der bei der Bundestagswahl gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat nach der Sitzung des Parteivorstands am Montag in Berlin.

Neben einer Regierungsbeteiligung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) brachte Schulz auch die denkbare Unterstützung einer Minderheitsregierung ins Spiel. "Keine Option ist vom Tisch", sagte Schulz.

Merkel will Groko

Zuvor hatte sich am Montag Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel zu Gesprächen mit der SPD bereit erklärt. Zwei Monate nach der Bundestagswahl vom 24. September ist Deutschland noch immer ohne neue Regierung.

Die Sondierungsgespräche zur Bildung einer "Jamaika"-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen waren am 19. November gescheitert. CDU/CSU und SPD hatten schon die vergangenen vier Jahre in einer Großen Koalition zusammen regiert. Beide Seiten verloren bei der Bundestagswahl aber heftig Stimmen. Die SPD wollte die "Groko" eigentlich nicht fortsetzen.

Am Donnerstag kommen SPD-Chef Martin Schulz, CDU-Chefin Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer zu einem Gespräch mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in Berlin zusammen. Weitere Treffen zwischen den Parteien könnten folgen, sagte Schulz. Er betonte, dass es verschiedene Formen der Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Christdemokraten geben könne. "Wenn wir uns am Ende auf eine verständigen, werden die Mitglieder darüber abstimmen", sagte Schulz. (APA, 27.11.2017)

  • Martin Schulz, SPD-Chef.
    foto: apa/afp/schwarz

    Martin Schulz, SPD-Chef.

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