Postfahrzeug in Salzburg als Geisterfahrer in Rettungsgasse unterwegs

    Video27. November 2017, 15:43
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    Lenker wendete im Stau und fuhr in der falschen Richtung zwischen den stehenden Kolonnen

    Pfarrwerfen – Ein Lastwagenfahrer hat am Montag auf der Tauernautobahn in Salzburg ein Postauto gefilmt, das im Staubereich umgedreht und dann in der Rettungsgasse als Geisterfahrer unterwegs war. Die Polizei konnte den Vorfall zunächst nicht bestätigen. "Ich weiß nicht, ob inzwischen eine Anzeige eingelangt ist", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der APA. Die Post kündigte Konsequenzen für den Mitarbeiter an.

    Der Vorfall ereignete sich gegen 7.30 Uhr im Pongau auf der Tauernautobahn in Fahrtrichtung Salzburg. Der Verkehr war zum Stehen gekommen, die Lenker bildeten eine Rettungsgasse. Im Stau stand auch ein Lkw-Lenker, der beobachtete, wie ein vor ihm stehendes Postfahrzeug plötzlich begann, mehrmals zu reversieren, um zu wenden. Der Lkw-Chauffeur filmte den Vorfall und machte den Postler noch mit Hupsignalen auf sein Fehlverhalten aufmerksam. Das Video wurde vom ORF veröffentlicht.

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    Gelber Kastenwagen

    Der gelbe Kastenwagen zwängte sich dann entgegen der Fahrtrichtung regelrecht am Lastwagen vorbei und fuhr zwischen den beiden Kolonnen der Rettungsgasse als Geisterfahrer. Offenbar habe er die Ausfahrt Pfarrwerfen erreichen wollen, die laut Lkw-Lenker etwa 500 Meter entfernt war, so der ORF.

    Die Polizei-Sprecherin sagte, man habe inzwischen versucht, den Lenker zu erreichen. Ob es bereits eine Anzeige gebe, könne sie aber nicht sagen. Die Polizei werde dem Vorfall auf jeden Fall nachgehen und danach Anzeige bei der zuständigen Behörde erstatten. Neben einer Geldstrafe droht dem Postler der Entzug des Führerscheins. Konsequenzen drohen ihm aber auch im Beruf: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich selbstverständlich – genauso wie jeder Verkehrsteilnehmer – an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Wir werden dieses Verhalten, das für uns nicht nachvollziehbar ist, zunächst einmal intern überprüfen", kündigte Post-Pressesprecher David Weichselbaum im Radiobericht an. Das Vorgehen sei nicht akzeptabel und werde dienstrechtliche Konsequenzen haben. (APA, 27.11.2017)

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