Erdoğan verspricht Bestrafung von Gewalttaten gegen Frauen

    26. November 2017, 15:10
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    Auch Zwangsheirat und Kinderehen sind Probleme, die die Türkei "hinter sich lassen" muss

    Istanbul – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich für eine konsequente Bestrafung von Gewalttaten gegen Frauen ausgesprochen. "Gewalt gegen Frauen ist inakzeptabel", sagte Erdoğan auf einer Veranstaltung gegen die Misshandlung von Frauen am Sonntag in Istanbul. Solche Gewalttäter müssten "für ihren Verrat an der Menschlichkeit" bestraft werden.

    Auch Zwangsheirat und Kinderehen seien Probleme, die die Türkei "hinter sich lassen" müsse. Die Regierung arbeite an einem entsprechenden Programm. Details dazu nannte Erdoğan nicht.

    Normalerweise sind in der Türkei Eheschließungen unter 18 Jahren verboten, doch in "außerordentlichen Fällen" erlaubt das Zivilgesetz Ausnahmen für eine Ehe ab 16 Jahren. Schätzungen von Frauenrechtsorganisationen zufolge heiraten mindestens 15 Prozent aller Mädchen in der Türkei, bevor sie 18 Jahre alt sind.

    Frauenrechtler beklagen zudem die weitverbreitete Gewalt gegen Frauen im Land. Der Medienplattform "Bianet" zufolge wurden seit 2010 mindestens 1.915 Frauen von Männern ermordet. Die Täter seien meist Partner oder Expartner der Frauen gewesen. (APA, 26.11.2017)

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