Sex erregt Aufmerksamkeit – nicht nur in der Werbung

Kolumne26. November 2017, 08:00
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Während einst die Automobilbranche mit sexualisierten Sujets geworben hat, setzt heute vor allem die Kosmetikbranche auf nackte Haut

"Sex sells" gilt immer noch. Fast jede dritte Frau in der Werbung wird sexualisiert dargestellt, wie eine Studie der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart zeigt. Die Forscher verglichen dafür 560 TV-Spots aus den Jahren 1996 und 2016 in sieben Produktbereichen. Vor zwei Jahrzehnten war es allerdings noch mehr als die Hälfte der Frauen, die freizügig bekleidet oder mit verführerischen Gesten zum Kauf animierte. Typischerweise setzten damals Autohersteller auf Leder, Lack und Kurven, an Damen sowie Gefährt, um den männlichen Hirnen eine enge Assoziation zu implantieren. Die Zeiten haben sich aber gewandelt. Heute ist es die Kosmetikbranche, die mit Abstand am meisten auf sexualisierte Darstellung von Frauen setzt. Und das obwohl das Zielpublikum zunehmend jünger wird.

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Auch dank Kindersekt dürfen sich die Kleinen groß fühlen, normalerweise ein alkoholfreier Spaß zum rituellen Zuprosten auf Partys. Nun startete aber die Destillerie Franz Bauer einen Rückruf ihres Partygetränks "Robby Bubble" der Sorten "Berry", "Peach" und "Strawberry" – Hanglage und Jahrgang der Redaktion unbekannt. Verunreinigungen mit Hefe hatten einen Gärungsprozess in den Flaschen ausgelöst. Resultat waren aber nicht auffällig torkelnde Geburtstagskinder, sondern ein übermäßiger Druckaufbau, der die Flaschen zum Bersten bringen könnte, wie der Hersteller bei internen Kontrollen feststellte. Vielleicht sollte sich der Nachwuchs doch besser mit Kinderpunsch begnügen.

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Die Glühweinstimmung ist am Freitag auch offiziell in den Einkaufsstraßen Wiens eingekehrt. Handelsvertreter schalteten an 37 Straßen und Plätzen der Bundeshauptstadt die Weihnachtsbeleuchtung ein. Falls der ein oder andere Einkäufer im vorweihnachtlichen Rummel zwischen Langos und Lebkuchenherzen die Orientierung verliert, hilft ein Blick auf das funkelnde Dekor. Jede Weihnachtsbeleuchtung hat ein individuelles Design. Auch wer plötzlich im Dunklen steht, ist nicht verloren, sondern vermutlich in Margareten. Laut einer ausgeschickten Liste wird der fünfte Bezirk als einziger Innenbezirk unbeleuchtet bleiben. Als Advent-Muffel-Refugium dürften auch Favoriten, Ottakring und Brigittenau dienen. (slp, 26.11.2017)

  • In Denver bekommen Gäste – wie zumindest dieses Plakat suggeriert – ihren Kaffee von Frauen in Unterwäsche serviert.
    foto: ap/heather a. longway

    In Denver bekommen Gäste – wie zumindest dieses Plakat suggeriert – ihren Kaffee von Frauen in Unterwäsche serviert.

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