"Das Revier der schrägen Vögel": Chaotische Ermittler

29. November 2017, 10:57
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Sophie Hénaffs neuer Krimi dreht sich um einen aus dem Ruder gelaufenen Bankraub

Spaß und Krimi passen gut zusammen, wenn die französische Autorin Sophie Hénaff am Werk ist. Der Hintergrund ihres neuen Opus ist ja ernst. Es geht um einen aus dem Ruder gelaufenen Bankraub, bei dem Menschen erschossen wurden, um Streit um die Beute und einen Rachefeldzug. Aber die Wahnsinnstruppe von Kommissarin Anne Capestran macht daraus eine Burleske.

Mit dieser Truppe ausrangierter Polizeibeamter ist kein Staat zu machen. Alkoholiker, Exzentriker, Spielsüchtige und ein frisch aus der Psychiatrie entlassener Typ, der glaubt, in vergangenen Jahrhunderten schon als D'Artagnan gelebt zu haben, machen sich ans Ermitteln. Unterstützung von den Kollegen können sie nicht erwarten.

Hinzu kommt noch, dass Capestran mit dem Sohn eines der Getöteten verheiratet ist – oder war. Fest steht, dass der Vater ihres Mannes, ebenfalls ein Kriminalbeamter, kein netter Mensch gewesen ist, was den Kreis der Verdächtigen erweitert. Ein Krimi mit Augenzwinkern, Fortsetzung folgt sicher. (Ingeborg Sperl, Album, 29.11.2017)

  • Sophie Hénaff, "Das Revier der schrägen Vögel". Deutsch: Katrin Segerer. € 15,50 / 312 Seiten.  carl's books, München 2017
    cover: carl's books

    Sophie Hénaff, "Das Revier der schrägen Vögel". Deutsch: Katrin Segerer. € 15,50 / 312 Seiten. carl's books, München 2017

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