Salzburg mit 3:0 gegen Guimaraes vorzeitig weiter

    23. November 2017, 21:00
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    Bullen haben mit den Portugiesen keine Probleme, feiern einen überzeugenden Sieg und ziehen ins Sechzehntelfinale ein

    Salzburg – Red Bull Salzburg hat schon eine Runde vor Abschluss der der Europa-League-Gruppenphase das Ticket für das Sechzehntelfinale gelöst. Die Bullen besiegten Vitoria Guimaraes dank Treffern von Munas Dabbur (26.), Andreas Ulmer (45.+1) und Hwang Hee-chan (67.) 3:0 und stehen damit zum fünften Mal in der K.-o.-Phase.

    Platz eins in Gruppe I fix

    Da Olympique Marseille in Konya nur ein 1:1 erreichte, ist den seit 16 Pflichtspielen ungeschlagenen Salzburgern schon vor dem Abschlussmatch in Marseille Platz eins in Gruppe I nicht mehr zu nehmen. Das sollte auch Selbstvertrauen für den Ligaschlager am Sonntag bei Rapid geben.

    Der Sieg stand in keiner Phase wirklich infrage, Salzburg bestimmte von Beginn an das Tempo, Guimaraes zog sich weit zurück und war vor allem auf Toreverhindern aus. Das gelang jedoch nur bis zur 26. Minute – nach einem Angriff über Valon Berisha und Amadou Haidara schlug Stefan Lainer eine Maßflanke auf Munas Dabbur, der den Kopfball via Innenstange versenkte.

    Platzierter Ulmer-Flachschuss

    Fünf Minuten später verfehlte Ulmer knapp das Tor, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte er sein Visier dann besser eingestellt und traf mit einem Flachschuss von knapp außerhalb des Strafraums ins lange Eck.

    Von den Portugiesen war vor der Pause mit Ausnahme eines Lattenkopfballs von Martins (41.) nichts zu sehen. Auch nach dem Seitenwechsel konnte Guimaraes nicht wirklich zusetzen, obwohl es die Salzburger ruhiger angehen ließen. Im Schongang-Modus reichte es für die Hausherren in der 67. Minute noch zum 3:0. Nach einer optimalen Vorarbeit von Dabbur netzte der kurz zuvor eingewechselte Hwang Hee-chan, dessen Vertragsverlängerung bis 2021 unmittelbar vor dem Anpfiff bekanntgegeben worden war, mit einem satten Schuss ins Kreuzeck ein.

    Die Gäste traten in der zweiten Hälfte nur noch bei einem von Alexander Walke parierten Raphinha-Freistoß in Erscheinung. Dennoch würden sie mit einem Heimsieg über Konyaspor am letzten Spieltag und einem Salzburg-Erfolg in Marseille ins Sechzehntelfinale einziehen.

    Verspäteter Soriano-Abschied

    Für die Salzburger hingegen hat die Partie in Südfrankreich nur noch relativ geringen Wert, der Aufstieg ist bereits fixiert – sehr zur Freude von Ex-Bullen-Goalgetter Jonatan Soriano, der in der Pause einige Monate nach seinem China-Transfer vom Salzburger Publikum verabschiedet wurde. (APA, 23.11.2017)

    Europa League, Gruppe I, 5. Runde, Donnerstag

    Red Bull Salzburg – Vitoria Guimaraes 3:0 (2:0)
    Red-Bull-Arena, 6.500 Zuschauer, SR Andrew Dallas (SCO)

    Torfolge:
    1:0 (26.) Dabbur
    2:0 (45.+1) Ulmer
    3:0 (67.) Hwang

    Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer – X. Schlager – Haidara, Minamino (71. Rzatkowski), Va. Berisha – Gulbrandsen (60. Hwang), Dabbur (86. Tetteh)

    Guimaraes: Douglas – Victor Garcia, Wakaso, Pedrao (59. Jubal), Konan – Ramos, Hurtado (59. Heldon), Celis – Sturgeon, Martins, Raphina (72. Helder Ferreira)

    Gelbe Karten: Haidara, X. Schlager

    Stimmen:

    Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Es war eine starke Leistung meiner Mannschaft, auf die ich sehr stolz bin. Sie hat von Beginn an gezeigt, dass sie das Spiel gewinnen und in die nächste Runde aufsteigen möchte. Es geht nicht um mich, es ist ein toller Erfolg des gesamten Vereins und der Mannschaft. Wir haben ein Ziel erreicht. Es warten jetzt wichtige Meisterschaftsspiele auf uns, da heißt es konzentriert und dranzubleiben. Wir haben in den letzten beiden Spielen sehr viel richtig gemacht, aber wir wollen und müssen uns weiterentwickeln, denn im Sechzehntelfinale warten starke Gegner auf uns. Da müssen wir mit Sicherheit noch etwas draufpacken."

    Pedro Martins (Guimaraes-Trainer): "Wir waren in den ersten 25 Minuten gut im Spiel, meine Mannschaft hat aber taktisch nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Sie war zu wenig aggressiv und zu wenig bissig gegen einen Gegner, der mit hoher Geschwindigkeit kommt und über sehr viel Qualität verfügt. Wir hatten mit dem Lattenkopfball nur eine Möglichkeit, die Partie zu drehen. Mit dem 2:0 war das Spiel entschieden. Jetzt hoffe ich auf Salzburg in Marseille. Sie haben die Klasse, dort zu bestehen."

    • Jubel, Trubel, Heiterkeit in Salzburg.
      foto: reuters/leonhard foeger

      Jubel, Trubel, Heiterkeit in Salzburg.

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