Koralmtunnel: Bohrmaschine steckt wieder in Störzone fest

    23. November 2017, 16:18
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    Quertrieb von Nord- zu Südröhre soll Bohrkopf freimachen

    Wolfsberg/Deutschlandsberg – Seit Anfang November steckt wieder eine Bohrmaschine bei den Arbeiten zum ÖBB-Bahntunnel durch die Koralm zwischen der Steiermark und Kärnten fest. Bereits im Sommer gab es Verzögerungen, weil sich eine Maschine in einer geologischen Störzone festgefressen hatte. Nun wird von der Nordröhre zur Südröhre ein 40 Meter langer Quertrieb gegraben, um den Kopf der dortigen "Mauli 1" freizubekommen.

    In der Südröhre hätte "Mauli 1" noch etwa zehn Meter der Störzone überwinden müssen, dann war aber wie schon im Sommer Schluss, bestätigte ÖBB-Sprecher Christoph Posch steirische und Kärntner Medienberichte. Zum Durchschlag von steirischer Seite zu der vom kärntnerischen Wolfsberg vorangetriebenen Röhre wären es noch knapp unter 2.000 Meter gewesen. Gebohrt wird in über 1.000 Meter Tiefe unter dem Berg.

    In der Nordröhre – wo noch rund 7.000 Meter zu graben sind – stehen die Arbeiten ebenfalls still, aber geplant: Tunnelbohrmaschine "Mauli 2" wird bis Ende Dezember einer Wartung unterzogen. Der Quertrieb wird mit Sprengungen und Baggern durchgeführt, so will seitlich bzw. von vorne an den Bohrkopf gelangen. Wie lange dies dauern könnte, ließ sich vorerst nicht genau abschätzen, sagte Posch. (APA, 23.11.2017)

    • Derzeit stehen sowohl in der Süd-, als auch in der Nordröhre die Arbeiten still.
      foto: apa/markus leodolter

      Derzeit stehen sowohl in der Süd-, als auch in der Nordröhre die Arbeiten still.

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