Minister: Opec-Förderkürzung bremst russische Wirtschaft

    23. November 2017, 14:52
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    Weniger Investitionen als indirekter Effekt

    Moskau – Die Förderbremse der führenden Ölstaaten belastet die russische Wirtschaft. Das Wachstum sei im Oktober deswegen geringer ausgefallen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin am Donnerstag. Er ist damit der erste ranghohe Vertreter der Regierung in Moskau, der negative Folgen der Vereinbarung für eine Kappung der Ölproduktion einräumt.

    Es seien sowohl direkte Auswirkungen zu erkennen, weil die Ölförderung zurückgehe, als auch indirekte Effekte wie geringere Investitionen. Kommende Woche berät die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) über eine Verlängerung der mit Russland und anderen führenden Ölstaaten vereinbarten Fördergrenze.

    Die derzeitige Vereinbarung läuft Ende März aus. Russland hat in ihrem Rahmen zugesagt, seine Ölförderung verglichen mit Oktober 2016 um 300.000 Barrel (159 Liter) pro Tag zu kürzen. Der Ölpreis ist dank des Abkommens erstmals seit Mitte 2015 wieder über die Marke von 60 Dollar (51,07 Euro) je Barrel geklettert.

    Die russische Wirtschaft hängt stark vom Ölgeschäft ab. Im Sommerquartal lag das Wachstum verglichen mit dem Vorjahr bei 1,8 Prozent. Im zweiten Quartal war es mit 2,5 Prozent noch so stark wie seit Sommer 2012 nicht mehr. Für das Gesamtjahr hatte Oreschkin zuletzt zwei Prozent Wachstum in Aussicht gestellt, nach zwei Jahren Rezession. (Reuters, 23.11.2017)

    • Die Drosselung der Erdölförderung dämpft das Wachstum in Russland.
      foto: reuters

      Die Drosselung der Erdölförderung dämpft das Wachstum in Russland.

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