Chinesisches Start-up für Künstliche Intelligenz plant Börsengang

    23. November 2017, 11:40
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    SenseTime will 2018 oder 2019 aufs Parkett – Börsenplatz noch offen: USA, Hongkong oder China

    Eines der führenden chinesischen Start-ups für Künstliche Intelligenz (KI), SenseTime, will frisches Geld bei einem Börsengang einsammeln. Der Gang aufs Parkett könne im nächsten oder übernächsten Jahr erfolgen, sagte der Gründer und Chef von SenseTime, Tang Xiaoou, der Nachrichtenagentur Reuters. Der Börsenplatz sei noch offen. Das Debüt könne in den USA, Hongkong oder China stattfinden.

    Bewertung auf 2 Milliarden Dollar

    SenseTime, an dem auch der US-Chiphersteller Qualcomm beteiligt ist, wird derzeit mit rund 2 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro) bewertet. Allerdings befindet sich das Unternehmen gerade in einer neuen Finanzierungsrunde, in der die Bewertung noch steigen könnte.

    Tang, der als Professor an der Chinesischen Universität in Hongkong arbeitet, zählt Firmen aus dem Privatsektor wie auch die Regierung zu seinen Kunden. Die Volksrepublik hat sich das Ziel gesetzt, zum Weltmarktführer im Bereich Künstliche Intelligenz aufzusteigen.

    KI-Forschung auch bei Branchengrößen

    Auch die größten chinesischen Technologiefirmen Baidu, Alibaba und Tencent Holdings haben entsprechende Forschungsschwerpunkte. Bisher konzentriert sich das drei Jahre alte Unternehmen SenseTime vor allem auf die Gesichtserkennung, autonomes Fahren sowie Videoanalysen. Laut Tang zählen Facebook und Google zu den Konkurrenten. Auch deswegen will SenseTime Anfang nächsten Jahres ein Forschungszentrum in den USA eröffnen. (Reuters/APA, 23.11.2017)

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