SAP stellt Geschäftspraktiken in Golfregion auf Prüfstand

    23. November 2017, 08:04
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    Ein Mitarbeiter hat Amt niedergelgt, ein anderer ist freigestellt

    SAP nimmt sein Geschäftsgebaren in der Golfregion unter die Lupe. Derzeit laufe dort eine Untersuchung, sagte Europas größtes Softwarehaus der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge ist der SAP-Geschäftsführer für die Vereinigten Arabischen Emirate zurückgetreten, sein für den Oman zuständiger Kollege ist demnach suspendiert.

    Beide Fälle stünden im Zusammenhang mit Vorgängen im Iran. Der Konzern bestätigte lediglich, dass ein Manager sein Amt niedergelegt und ein weiterer freigestellt ist. Das Dax-Unternehmen aus Walldorf ließ offen, ob es eine Verbindung zur Islamischen Republik gibt.

    Beschuss

    SAP steht bereits wegen Korruptionsvorwürfen in Südafrika unter Beschuss. Dort laufen Ermittlungen des US-Justizministeriums sowie der Börsenaufsicht SEC. Zudem wurden gegen mehrere Mitarbeiter des Unternehmens Disziplinarverfahren eingeleitet. Daraufhin hatte SAP vergangenen Monat angekündigt, neue Standards bei Vertriebspraktiken einzuführen. Demnach dürfen inzwischen keine Provisionszahlungen bei öffentlichen Aufträgen in Ländern mit hohem Korruptionsrisiko getätigt werden. Zudem wurde die Kontrolle von Vertriebstätigkeiten verschärft.

    Ein SAP-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob die verschärften internen Kontrollen zu den Ermittlungen in der Golfregion führten. Er verwies auf die laufenden Untersuchungen.

    SAP hatte im April Kunden wie auch Vertriebspartner darauf hingewiesen, dass die verbliebenen US-Sanktionen gegen den Iran die Tätigkeiten und den Verkauf seiner Software in dem Land weiterhin einschränken und Verstöße scharfe Ahndungen nach sich ziehen können. (APA, 23.11.2017)

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    SAP

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