Verschollenes U-Boot: Explosion drei Stunden nach letztem Kontakt

Video23. November 2017, 18:08
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Kurz nach dem letzten Funkkontakt wurde eine "hydroakustische Anomalie" registriert. Diese war möglicherweise eine Explosion, Russland bietet seine Hilfe an

Mar del Plata – Auf der Suche nach dem verschollenen U-Boot ARA San Juan überprüft die argentinische Marine nun ein ungewöhnliches Geräusch im Südpazifik. Nach neuen Erkenntnissen habe es knapp drei Stunden nach der letzten Kommunikation mit dem U-Boot am 15. November rund 50 Kilometer vom letzten bekannten Standort entfernt eine Explosion im Meer gegeben, sagte Marinesprecher Enrique Balbi am Mittwoch.

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Noch immer ist das Schicksal des argentinischen Armee U-Boots ungewiss.

Informationen der USA, Hilfe Russlands

Zu der Frage, ob das Geräusch von einer Explosion stammte, wollte Balbi sich nicht äußern. "Es ist ein Geräusch, und es muss bestätigt und untersucht werden." Die Information darüber habe Argentinien am Mittwoch von den USA erhalten. Drei Schiffe seien nun auf dem Weg zu dem mutmaßlichen Ausgangspunkt des Geräuschs.

Ein früherer U-Boot-Kommandant, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Es muss ein sehr lauter Lärm gewesen sein." Es könne sich daher um eine Explosion gehandelt haben.

Wie am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, bot das russische Militär Argentinien nun Hilfe bei der Suche an. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe angeordnet, mehrere Experten und ein spezielles Tauchgerät zur Suche an die argentinische Küste zu schicken.

Tausende an Suche beteiligt

Zu den Aussichten, die 44 Menschen an Bord des U-Boots zu retten, sagte Balbi: "Wir sind in einer sehr gefährlichen Lage und in einer, die sich verschlimmert." Derzeit suchen tausende Menschen und dutzende Schiffe und Flugzeuge aus zahlreichen Ländern nach dem U-Boot.

Die Sauerstoffreserven reichen unter Wasser nur für sieben Tage, diese Zeitspanne lief am Mittwoch ab. Unklar ist allerdings, ob das U-Boot nicht doch irgendwo manövrierunfähig an der Oberfläche treibt oder zumindest so weit oben im Meer schwimmt, dass es sich mit Sauerstoff versorgen kann.

Der Kontakt zu der ARA San Juan war am vergangenen Mittwoch um 7.30 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MEZ) abgebrochen. Seither fehlt von dem U-Boot, das auf dem Weg von Ushuaia ganz im Süden Argentiniens zurück zu seinem Stützpunkt Mar del Plata war, jede Spur. Die Besatzung hatte kurz vor dem letzten Funkkontakt einen Batterieschaden gemeldet, aber keinen Notruf abgesetzt. (APA, 23.11.2017)

  • Die Argentinier haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das U-Boot rechtzeitig gefunden wird.
    foto: reuters

    Die Argentinier haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das U-Boot rechtzeitig gefunden wird.

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