Deutsches Gericht: Klagen trotz Paypal-Käuferschutzes möglich

    22. November 2017, 17:03
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    Käuferschutz beim Online-Shopping schützt nicht vor Klagen

    Bei einem Internet-Einkauf über Paypal hat im Streitfall nicht der Online-Bezahldienst das letzte Wort. Verkäufer können den Kunden trotz Paypal-Käuferschutzes später auf Zahlung in Anspruch nehmen, entschied der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe.

    Schutz für Käufer

    Paypal-Kunden können Käuferschutz beanspruchen, wenn eine Ware nicht ankommt oder wesentlich von der Artikelbeschreibung abweicht. Dann bucht der Bezahldienst dem Käufer den gezahlten Kaufpreis zurück – und belastet in gleicher Höhe das Paypal-Konto des Verkäufers.

    Dagegen können Verkäufer klagen, unterstrich der BGH (AZ: VIII ZR 83/16 und VIII ZR 213/16t). Der Käufer bleibt aus Sicht des BGH gleichwohl "erheblich" im Vorteil: "Der Verkäufer hat erst einmal den Schwarzen Peter und muss seine Ansprüche einklagen", betonte die Vorsitzende BGH-Richterin.

    Bei seiner Entscheidung habe der BGH aber auch das berechtigte Interesse des Verkäufers berücksichtigen müssen. "Sonst wäre das das Aus für Privat-Verkäufer gewesen." (APA, 22.11.2017)

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    Paypal

    • Der Käuferschutz sieht die Rückbuchung des Kaufpreises vor, wenn eine Ware nicht ankommt oder wesentlich von der Artikelbeschreibung abweicht.
      foto: reuters/thomas white

      Der Käuferschutz sieht die Rückbuchung des Kaufpreises vor, wenn eine Ware nicht ankommt oder wesentlich von der Artikelbeschreibung abweicht.

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