Gegenüber autonomen Autos herrschen in der Schweiz diffuse Ängste

    22. November 2017, 15:34
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    Sieben von zehn Befragten erwarten dadurch Verkehrszunahme – Interessant vor allem für Nutzer von Öffis

    Die Vorstellung, dass Autos künftig ohne Lenker durch die Straßen kurven könnten, bereitet vielen Schweizerinnen und Schweizern ein Unbehagen. Interessant sind autonome Fahrzeuge aber für Menschen, die den öffentlichen Verkehr nehmen, um die Zeit produktiv zu nutzen.

    Sie könnten künftig in das voll-automatische Auto wechseln. Das mutmaßt eine Studie, welche die EBP Schweiz im Auftrag des Schweizerischen Verbands der Telekommunikation asut durchgeführt hat.

    653 Haushalte befragt

    Es ist die erste Studie, die die Haltung der Bevölkerung gegenüber automatisierten und autonomen Autos untersucht. 653 Haushalte (Deutsch- und Westschweiz) wurden befragt, wie asut am Mittwoch mitteilte.

    Den größten Vorteil von voll-autonomen Autos – also jenen, welche keine Fahrer brauchen – sehen die Befragten für alte Menschen, die dadurch mobil bleiben. Fast sieben von zehn Befragten glauben aber, dass solche Fahrzeuge zu mehr Verkehr führen. Denn ein solches kann Chauffeur-Dienste übernehmen und eine Person beispielsweise an den Bahnhof bringen und leer wieder zurückfahren.

    Umgekehrt schätzen 56 Prozent der Befragten, dass autonome Autos die Verkehrsführung optimieren und Staus reduzieren können. Diese kontroverse Einschätzung müsse in den nächsten Jahren vertieft betrachtet werden, schreibt asut. Denn ein Ziel der autonomen Fahrzeuge liege darin, die Effizienz der Verkehrssysteme zu steigern.

    Positive getestet

    Generell wird die öffentliche Nutzung – wie sie beispielsweise in Sion mit den autonomen Bussen getestet wird – positiver eingeschätzt als die private Nutzung eines eigenen Fahrzeugs. Positiv wird zudem die technische Unterstützung beim Autofahren wie Parkassistenten betrachtet.

    Insgesamt würden die Ergebnisse zeigen, dass derzeit diffuse Ängste gegenüber der noch eher unbekannten Technologie vorherrschen, schreiben die Autoren. (APA, 22.11. 2017)

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