Annemarie Moser-Pröll: "Da gehören immer zwei dazu"

21. November 2017, 21:09
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Skilegende bedauert Vorfall um Werdenigg, hat aber selbst keine negativen Erfahrungen gemacht und nimmt Trainer und Betreuer in Schutz

Salzburg – In der Diskussion über die Missbrauchsvorwürfe der ehemaligen Skirennläuferin Nicola Werdenigg hat sich am Dienstag in den Abendnachrichten von Servus TV auch Skilegende Annemarie Moser-Pröll zu Wort gemeldet. Österreichs Jahrhundertsportlerin, eine Teamkollegin von Werdenigg, bedauerte den Vorfall, meinte aber auch: "So lange ich im aktiven Rennsport mit dabei war, hat sich bei uns überhaupt nichts zugetragen, nicht das Geringste. Ich hätte mich zu wehren gewusst." Und Moser-Pröll weiter: "Und es ist ja nicht so aus der Welt, dass sich nicht auch Pärchen finden im Kader. Nehmen wir her eine Rosi Mittermaier oder einen Christian Neureuther, die haben sich auch kennengelernt durchs Skifahren. Oder eine Marlies Schild oder ein Benni Raich, die sind auch nicht vergewaltigt worden. Da gehören immer zwei dazu."

"Es tut mir leid für Trainer und Betreuer und Serviceleute, die alles gegeben haben und nun in ein schlechtes Licht gerückt werden", sagte Moser-Pröll. (red, 21.11.2017)

  • Jahrhundertsportlerin Annemarie Moser-Pröll nahm zu den Missbrauchsvorwürfen im Skisport Stellung.
    foto: apa/neumayr/mmv

    Jahrhundertsportlerin Annemarie Moser-Pröll nahm zu den Missbrauchsvorwürfen im Skisport Stellung.

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