Wiener Christkindlmarkt eröffnete mit Betongeschenken

    20. November 2017, 12:08
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    Hindernisse aus Beton sollen die Wiener Märkte in der Adventzeit vor Anschlägen schützen

    Wien – In Wien ist am Samstag der Christkindlmarkt am Rathausplatz offiziell eröffnet worden: Der scheidende Wiener Bürgermeister Michael Häupl lud – wohl zum letzten Mal – zur feierlichen Illuminierung des Christbaums. Zum Festakt begrüßte er Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner. Wallner durfte auch den Einschaltknopf für die aus rund 2.000 LED-Lichtern bestehende Beleuchtung betätigen, da die rund 70 Jahre alte und 25 Meter hohe Fichte aus seiner Heimatgemeinde Frastanz im Ländle stammt.

    Der Weihnachtsbaum wird traditionell jedes Jahr von einem anderen Bundesland zur Verfügung gestellt. Er sei ein "Symbol, dass wir zwar neun verschiedene Bundesländer haben, aber nichtsdestotrotz ein Österreich sind", sagte Häupl, der sich "sehr glücklich" mit der Fichte zeigte. "Dieses Symbol sollte man gerade in Zeiten wie diesen nicht zu gering schätzen."

    Sicherheitsvorkehrungen

    Schon im Vorjahr kam es wegen der Terroranschläge in europäischen Städten zu speziellen Sicherheitsvorkehrungen bei den Wiener Adventmärkten. Heuer wurden noch zusätzliche Schritte gesetzt. Beim Schloss Schönbrunn werden etwa auch an den Seiteneingängen Poller installiert: Bei den Eingängen Hietzinger und Meidlinger Tor wurden solche versenkbaren Schutzvorrichtungen installiert. Außerdem werden die schon bestehenden Poller beim Haupttor durch neue Exemplare ersetzt.

    Insgesamt wurden 13 Stück angeschafft, die Gesamtkosten belaufen sich auf 150.000 Euro. Wobei die Anschaffung freilich nicht nur temporär für die Adventzeit gedacht ist. Die Poller, die bis zur Eröffnung des Schönbrunner Weihnachtsmarkts am Samstag fix und fertig errichtet sein werden, bleiben als Dauereinrichtung.

    Beton im Park

    Am Rathausplatz wurden bei den Zugängen zum Rathauspark große Betonblöcke angebacht. Ebenfalls finden sich Betonhindernisse beim Weihnachtsdorf am Maria-Theresien-Platz. Sie sind bereits geschmückt und erinnern an überdimensionale Packerl. Seitens der Polizei hatte man zuletzt wiederholt betont, dass es für die Bundeshauptstadt derzeit keine konkreten Gefahrenhinweise auf einen terroristischen Anschlag gebe. (red, APA, 20.11.2017)


    foto: apa
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