Polaroid klagt Fujifilm wegen quadratischer Fotos

    20. November 2017, 11:52
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    Sieht Verstoß gegen die eigenen Markenrechte – Schadenersatz in Millionenhöhe gefordert

    Mit seinen Sofortbildkameras hat Polaroid nicht nur lange den Markt für Sofortbildkameras dominiert – das Unternehmen hat damit auch einen sehr spezifischen Fotostil geprägt. Quadratische Fotos mit weißem Rahmen rundherum seien untrennbar mit der eigenen Marke verbunden – so sieht es zumindest der einstige Kamerahersteller selbst, und will dies nun vor Gericht durchsetzen.

    Klage

    Polaroid hat Klage gegen den japanischen Konkurrenten Fujifilm eingereicht. Dessen Instax-Film-Serie verletze die eigenen Markenrechte, argumentiert das US-Unternehmen. Entsprechend fordert man von Fujifilm mehrere Millionen Dollar Schadenersatz. Das Pikante an der Angelegenheit: Während Polaroid seine Sofortbildkameras schon seit 2008 nicht mehr herstellt, war Fujifilm mit der Instax-Reihe zuletzt äußerst erfolgreich.

    Wahl

    Hinter der Klage steht genau genommen das Unternehmen PLR IP, das die Markenrechte an Polaroid Sofortbildkameras besitzt – und diese nun offenbar vergolden will. Fujifilm stellt man über die Entschädigung hinaus vor die Wahl entweder jährlich Lizenzgebühren in Höhe von mehreren Millionen Dollar zu zahlen oder die Produktion der Instax-Reihe einzustellen. Laut einem Bericht von Petapixel hat Fujifilm mittlerweile Widerspruch eingereicht, will die Forderung von Polaroid also vor Gericht bekämpfen. (red, 20.11.2017)

    • Ist der Stil von Polaroid-Aufnahmen durch das Markenrecht geschützt?
      foto: apa/afp/valerie macon

      Ist der Stil von Polaroid-Aufnahmen durch das Markenrecht geschützt?

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