Jamaika-Verhandlungsende beflügelt RWE-Aktien

20. November 2017, 10:46
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Geplante Stilllegungen von Kohlekraftwerken dürfte sich verzögern. Aktien der Firmen für Erneuerbare Energien sanken

Frankfurt – Die schwindende Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund hat RWE am Montag Auftrieb gegeben. Aktien der Unternehmen aus der Branche der Erneuerbaren Energien gingen dagegen auf Talfahrt.

Die gescheiterten Verhandlungen zur Bildung einer Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen dürften die geplante Stilllegung von Kohlekraftwerken verzögern, sagte ein Börsianer. Im Gegenzug werde der Ausbau der Erneuerbaren Energien langsamer vorankommen. Der Versorger RWE produziert in Deutschland rund 60 Prozent seines Stroms in Kohle-Kraftwerken. Am Montag setzten sich die Titel mit einem Plus von 4 Prozent an die Dax-Spitze. Der Windkraftanlagen-Bauer Nordex rutschte dagegen um 5 Prozent ab. Der Solarindustrie-Zulieferer SMA Solar büßte 3,5 Prozent ein.

RWE profitierten zusätzlich vom möglichen milliardenschweren Verkauf der Tochter Innogy an den italienischen Versorger Enel. Darüber hinaus nahm Analyst Alberto Gandolfi von der Bank Goldman Sachs RWE-Papiere auf seine Empfehlungsliste. Er bezeichnete den 14-prozentigen Kursrutsch der vergangenen beiden Wochen als überzogen. (APA/Reuters, 20.11.2017)

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