Modedesigner Azzedine Alaïa gestorben

18. November 2017, 18:13
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Der "König des Stretches" starb im Alter von 77 Jahren

Der in Tunesien geborene, in Paris lebende Modedesigner Azzedine Alaïa ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das hat der französische Modeverband mitgeteilt. Der Designer galt als der "letzte Couturier", als "Bildhauer der Mode" und als "König des Stretches" – bekannt wurde er in den 1980er Jahren für seine hautengen Stretch- und Leder-Kleider und die Verwendung des Reißverschlusses als Zierelement.

1957 war Alaïa nach Paris gezogen, wo er zunächst für Christian Dior, Guy Laroche und Thierry Mugler arbeitete, bevor er Ende der 1970er Jahre seine eigene Modelinie gründete. Der stets in einen schwarzen Mao-Anzug gekleidete Designer entzog sich den Regeln der Branche, er verzichtete auf regelmäßig stattfindende Modenschauen und aufwendige PR-Kampagnen.

foto: afp photo / gabriel bouys
Der Designer 2015 inmitten seiner Ausstellung "Azzedine Alaia's soft sculpture" in der Galleria Borghese in Rom.

Zahlreiche prominente Frauen gehörten zu seinen Kundinnen, darunter Grace Jones, Michelle Obama oder Lady Gaga, mit dem Model Naomi Campbell verband ihn eine enge Freundschaft. Im Jahr 2000 ehrte ihn das New Yorker Guggenheim-Museum mit einer Einzelausstellung, seit 2011 durfte er seine Mode als Haute Couture führen. (red, 18.11.2017)

  • Lady Gaga 2015 trug anlässlich der 87. Academy Awards in Hollywood Azzedine Alaïa.
    foto: reuters/ mario anzuoni

    Lady Gaga 2015 trug anlässlich der 87. Academy Awards in Hollywood Azzedine Alaïa.

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