Fast 350 Menschen in Indonesien aus Gewalt von Rebellen befreit

    17. November 2017, 19:55
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    Aufständische in Provinz Papua wollten Kontrolle über illegalen Rohstoffabbau gewinnen

    Jakarta – Indonesische Soldaten haben am Freitag in der östlichen Provinz Papua 344 Menschen aus der Gewalt von Rebellen befreit. Die Rebellen der "Nationalen Befreiungsarmee von West-Papua" hätten die Bewohner von zwei Dörfern als Geiseln genommen, um die Kontrolle über den illegalen Rohstoffabbau in der Region zu gewinnen, sagte ein Polizeisprecher indonesischen Medien.

    Viele der Geiseln waren demnach Wanderarbeiter, die in illegalen Minen der rohstoffreichen Provinz arbeiten. In der Stadt Tembagapura betreibt der US-Bergwerkskonzern Freeport-McMoRan das größte Goldbergwerk der Welt, die Grasberg-Mine. Seit der umstrittenen Eingemeindung zu Indonesien im Jahr 1969 gibt es in der Gegend immer wieder bewaffnete Zusammenstöße zwischen Unabhängigkeitskämpfern und Sicherheitskräften. In den vergangenen Tagen waren dabei zwei Polizisten getötet worden.

    Die Geiseln in den beiden Dörfern Kimbeli und Banti wurden am Freitag befreit, nachdem Soldaten sich Feuergefechte mit den Rebellen geliefert hatten. Diese hatten zuvor die Straßen in die beiden abgelegenen Dörfer blockiert. "Die Operation verlief problemlos", sagte der Kommandant der indonesischen Truppen einem Lokalsender. Kein Soldat sei verletzt worden. (APA, 17.11.2017)

    • 344 Menschen wurden befreit.
      foto: ap/vembrianto

      344 Menschen wurden befreit.

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