Burgenland: Darabos-Vorgänger Rezar lobt entlassenen Krages-Chef

    17. November 2017, 17:46
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    "War mit Schnedl sehr zufrieden", sagte der Ex-Landesrat beim Krages-Prozess

    Eisenstadt – Im Krages-Prozess, den der geschasste Geschäftsführer René Schnedl angestrengt hat gegen seinen einstigen Arbeitgeber, die landeseigene Krankenanstalten GmbH, wurden am Freitag Peter Rezar gehört und Peter Dopler. Rezar war burgenländischer Gesundheits-Landesrat, Dopler Krages-Personalchef. Und beide sahen weder in der Person, noch in der Performance, noch in der vom Unternehmen gewissermaßen inkriminierten Abrechnung von Urlaubszeiten und Gehaltsindexanpassungen besonders Ungehöriges.

    Rezar, der nach den Landtagswahlen 2015 seinen Platz für Norbert Darabos räumen musste, war mit Schnedl stets "sehr zufrieden". Er hatte ihn auch eingestellt, im Bewerbungsverfahren sei er "der bei weitem Beste gewesen". Bereut habe er Schnedls Bestellung auch deshalb nicht, da er das Unternehmen auch gut durch jene "finanziell schwere Zeit" geführt habe, als die vorgeschriebene Erhöhung der Ärztegehälter zu stemmen gewesen war.

    Forsches Wortduell

    Wie die Vertragsgestaltung dann im einzelnen – etwa Kompesationsurlaub für Aufwände vorm Dienstantritt – ausgesehen habe, daran könne er sich nur dunkel erinnern. Ob Darabos als nun zuständiger Landesrat davon wisse, könne er nicht sagen. So detailreich habe man bei der Amtsübergabe 2015 nicht gesprochen.

    Peter Dopler, der heuer gütlich aus der Krages geschiedene Personalchef, hatte sich im Anschluss an Rezars Aussage ein recht forsches Wortduell mit den Krages-Anwälten geliefert. Die Richterin wies, ihrerseits forsch, darauf hin, dass man sich doch nicht im Kindergarten befinde.

    Sondern vorm Arbeitsgericht. Vor dem es unter anderem um die Indexierung des Geschäftsführer-Gehaltes ging, die von Krages-Seite bestritten wird. Für den einstigen Personalchef "zählte auch Schnedl zu den Mitarbeitern", denen eine Indexanpassung gebührte. Im Dienstvertrag wurde das nicht ausgeschlossen. Am Montag geht es weiter. Unvermindert, wie anzunehmen ist. (wei, 17.11.2017)

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