Investitionen in neue Mobilitätsunternehmen erreichen Rekordhöhen

    17. November 2017, 13:05
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    Studie: 31 Milliarden US-Dollar wurden alleine 2016 investiert

    Investitionen in Start-ups und Technologieunternehmen aus der Auto- und Mobilitätsbranche boomen: 2016 wurden 31 Mrd. US-Dollar (26,3 Mrd. Euro) in neue Unternehmen aus den Bereichen autonomes Fahren, E-Mobilität, Connectivity und Carsharing investiert, so viel wie noch nie in einem Jahr. Seit 2010 waren es 111 Mrd. Dollar, ergab eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company.

    1.000 Transaktionen analysiert

    Auch die durchschnittliche Investitionssumme ist demnach gestiegen: Während 2010 noch 4,5 Mio. Dollar pro Start-up ausgegeben wurden, stieg der Wert auf aktuell 15,8 Mio. Dollar. Für die Studie wurden mehr als 1.000 Transaktionen in der Auto- und Mobilitätsindustrie seit 2010 analysiert.

    Nur 6 Prozent der Gesamtsumme wurden von Autoherstellern und Zulieferern in diese Start-ups und Technologieunternehmen investiert, deutlich davor liegen Private-Equity-Gesellschaften und Risikokapitalgeber (50 Prozent) sowie Investitionen von Hardware- (25 Prozent) und Softwareherstellern (19 Prozent).

    Carsharing

    Junge Unternehmen, die neue Carsharing-Lösungen anbieten, verbuchten mit 36,5 Mrd. Dollar fast ein Drittel der Gesamtinvestitionen, danach folgten Anbieter von Technologien für selbstfahrende Autos (24,1 Mrd. Dollar) und für das User Interface (15,4 Mrd. Dollar).

    Zwar seien die Investitionen in klassische Forschung und Entwicklung nach wie vor hoch – Autohersteller investierten 2016 rund 77 Mrd. Dollar, Zulieferer weitere 34 Mrd. Dollar -, doch die Industrie tue sich noch schwer damit, Kooperationsmodelle mit diesen jungen Unternehmen zu finden, heißt es.

    "Investitionen sind auch deshalb so wichtig, weil Autokäufer viele der neuen Technologien, die jetzt nach und nach in die Autos eingebaut werden, nicht mehr missen möchten", sagt Matthias Kässer, Partner im Münchener Büro von McKinsey und Co-Autor der Studie.

    Autokäufer befragt

    Für eine weitere Analyse hat McKinsey mehr als 3.000 Autokäufer in Deutschland, USA und China befragt. Demnach gaben 47 Prozent der Kunden (in Deutschland: 30 Prozent) an, dass sie keine Angst hätten, ihre Familie künftig von einem selbstfahrenden Auto chauffieren zu lassen. Knapp 70 Prozent würden für bessere Connectivity die Automarke wechseln (Deutschland: 44 Prozent) – doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. 23 Prozent ziehen beim nächsten Autokauf ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug in Erwägung, und zwei Drittel aller Autofahrer wollen in den kommenden zwei Jahren neue Mobilitätsangebote wie Carsharing und Co. stärker nutzen.

    "Damit hat der Autostandort Deutschland Nachholbedarf bei Investitionen", so Kässer. Während seit 2010 mehr als 56 Mrd. Dollar in fast 500 Start-ups aus den USA flossen, verbuchten junge Unternehmen aus Deutschland nur 1,1 Mrd. Dollar für sich, verteilt auf 60 Unternehmen. China (24 Mrd. Dollar), Israel (18 Mrd.) sowie Singapur und Indien mit 4 und 2 Mrd. Dollar liegen vor Deutschland. (APA, 17.11.2017)

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    Studie

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