Opel Insignia Sports Tourer: Blitz mit vier Sternen

    19. November 2017, 14:20
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    Der Opel Insignia Sports Tourer überrascht regelrecht damit, wie fein, kräftig und fesch er ist

    Wien/Burgenland – Kurz ist man schon verleitet, gleich nach dem Einsteigen in den Opel Insignia Sports Tourer wieder auszusteigen – um einmal schnell am Logo am Kühlergrill zu kletzeln. Aber nein, das stimmt schon. Das ist der neue Opel. Da muss man sich halt daran gewöhnen, dass man das Angestaubte jetzt bei Opel nicht einmal mehr in den höheren Klassen findet. Auch der Insignia übernimmt die Frische und den Charme, der uns das erste Mal beim Adam und Karl so angenehm überrascht hat.

    foto: guido gluschitsch
    Fesch steht er her, der Opel Insignia Sports Tourer, und um nix steht er seinem Auftritt beim Fahren nach. Sehr stark, sehr kommod.

    Inzwischen hat sich aber generell was getan bei Opel. Sie gehören nun zum französischen PSA-Konzern – und wenn man auf Verschwörungen steht, dann kann man annehmen, dass in einem ersten Schritt schon das Fahrwerk von den Franzosen abgestimmt wurde, so sehr ist das auf der butterweichen Seite.

    foto: guido gluschitsch
    Das Cockpit

    Das ist übrigens auch schon der einzige gravierende Kritikpunkt an dem sportlichen Kombi. Mit einem Knopfdruck auf den Fahrdynamikschalter kann man – so man auch gern ein wenig Feedback vom Fahrwerk bekommt – das ist ja nicht bei jedem so – das Problem aber rasch lösen und den Insignia auf "Sport" vorspannen.

    Edler Kraftlackel

    Freunde der dynamischen Kurvenlinienwahl werden, wenn sie schon beim Knöpferln sind, auch gleich den Fahrspurverlassenssuderer wegschalten, der sich beim Start von allein einschaltet.

    foto: guido gluschitsch
    Das Head-up-Display ist eines der feinsten Extras, das einem kaum auffällt wenn es da ist, aber unglaublich fehlt, wenn man es auf einmal nicht mehr hat.

    Wer es lieber kommod angeht, dem raten wir zu einem kleineren Motor als dem 170-PS-Diesel, der unseren Testwagen antrieb. Der kommt nämlich derartig kraftvoll aus dem Keller, dass man unweigerlich damit anfängt, Spaß am Fahren zu haben. Und dann ist es nicht mehr weit zu höheren Kurvengeschwindigkeiten.

    Die Sitze halten da übrigens ganz gut mit, auch wenn Opel das Augenmerk eher auf die Rücken- als auf die Seitenhaltung legt – AGR, Aktion Gesunder Rücken steht auf dem Gestühl, nicht Recaro.

    foto: guido gluschitsch
    Der Insignia hat intelligente Lichter, die, obwohl alles taghell ist, den Gegenverkehr nicht blenden.

    Fesch, nicht unbedingt gnadenlos sportlich ist auch die Linienführung, sowohl beim Blechkleid – schauen wir nur die Motorhaube und den Grill an – als auch innen. Rundinstrumente hinterm Lenkrad, ein Info-Tatsch-Schirm in der Mitte und ein Head-up-Display, das die wichtigsten Infos direkt ins Blickfeld projiziert, überzeugen. Wie auch das Licht. Nicht nur, dass es die Nacht zum Tag macht, blendet es den entgegenkommenden Verkehr nicht.

    foto: guido gluschitsch
    Ein stattliches Auto, der Insignia Sports Tourer.

    Diese Besonderheiten sind aber nicht neu. Die kennen wir schon von den fetten und teuren Limos der Oberklasse. Und genau der will Opel mit dem Insignia in die Parade fahren. Das gelingt auch ganz gut. Vier von fünf Sternen gibt es schon einmal von uns. (Guido Gluschitsch, 18.11.2017)

    foto: guido gluschitsch

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    Opel

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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