Was bedeuten Kindergartengebühren für Ihre Familie?

    User-Diskussion22. November 2017, 09:00
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    Die Einführung der kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung in Oberösterreich trifft vor allem Frauen: Berufstätige, Alleinerzieherinnen und Kindergartenpädagoginnen. Was bedeutet die geplante Reform für Sie?

    Die Einsparungsmaßnahmen in Oberösterreich sollen das Bundesland 2018 schuldenfrei machen. Studiengebühren an Fachhochschulen, Kürzungen der Kulturförderungen und kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung sollen so das Budget sanieren. Eine Herausforderung – vor allem für viele Familien: Arbeitszeiten der Eltern, Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen, schulautonome Tage und lange Ferienzeiten stellen berufstätige Eltern ohnehin schon vor eine große Vereinbarkeitsfrage. Nun kommt noch eine zusätzliche hinzu. Aufgrund der kostenpflichtigen Nachmittagsbetreuung ab Februar 2018 befürchten viele Eltern, dass am Nachmittag keine Kindergartengruppe in ihrer Gemeinde zustande kommt, da mindestens zehn Kinder dafür nötig sind.

    In den über 700 Kindergärten in Oberösterreich werden derzeit mehr als 36.000 Kinder von 5.600 pädagogischen Fachkräften betreut. 15.000 Kinder sind in Nachmittagsbetreuung. Eine kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung und die damit verbundene Befürchtung der Abmeldung am Nachmittag haben auch Einfluss auf die Berufsperspektiven der Pädagoginnen und Helferinnen. Was bedeutet es für die Arbeitsstunden der Pädagoginnen und damit für ihr Gehalt, wenn ein Kindergarten weniger Stunden geöffnet hat? Eine weitere Befürchtung äußert User "patriotin":

    Zusammengefasst: Frauen sind die Verliererinnen bei dieser geplanten Regelung. Ein offener Brief an den Landeshauptmann Thomas Stelzer von einer Mutter, die um ihren Job fürchtet, stieß auf viel Resonanz. Am Donnerstag sind von mehreren Gewerkschaften Proteste geplant. Welche Kosten genau auf die Eltern ab Februar zukommen werden, ist im Detail noch nicht klar, aber die Proteste dürften bereits erste Wirkung zeigen. Demnach sollen einkommensschwache Eltern maximal 45 Euro pro Monat statt 90 Euro für die Nachmittagsbetreuung zahlen – und in Härtefällen gar nichts. Alle anderen Eltern müssen monatlich mit Ausgaben von bis zu 150 Euro rechnen.

    Bei Kindern und Bildung sparen

    Drei Tatsachen werden bei der Debatte um die geplante Reform verkannt, schreibt User "Reg Shoe":

    Weder durchdacht noch umsetzbar ist das Konzept für User "Meiner Ansicht nach":

    Welche Auswirkungen befürchten Sie?

    Wie wird in Ihrer Gemeinde die Nachmittagsbetreuung geregelt? Befürchten Sie ein Schließen des Kindergartens am Nachmittag? Was bedeutet die neue Regelung für Kindergartenpädagoginnen und Helferinnen? Wie viel Geld geben Sie für den Kindergarten Ihres Kindes aus, und wie viel wären Sie bereit zu bezahlen? (Judith Handlbauer, 22.11.2017)

    • Welche Auswirkungen hat die geplante kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung im Kindergarten Ihres Kindes?
      foto: apa/herbert pfarrhofer

      Welche Auswirkungen hat die geplante kostenpflichtige Nachmittagsbetreuung im Kindergarten Ihres Kindes?

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