Zweieinhalb Jahre Haft für Majestätsbeleidigung in Thailand

16. November 2017, 14:37
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Männer und Jugendliche sollen zu Verbrennung von Königsbildern angestiftet worden sein

Bangkok – Zwei Männer sind in Thailand in Verbindung mit einem Plan zum Verbrennen eines Königsbildes zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Ein Geschäftsmann habe sie dafür engagiert, ein unbestimmtes Objekt anzuzünden, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag.

Als die beiden sahen, dass es sich dabei um einen Bogen mit einem lebensgroßen Bild des verstorbenen Königs Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) handelte, wandten sie sich von dem Plan ab. Dennoch verurteilte sie das Gericht im nordthailändischen Khon Kaen wegen Majestätsbeleidigung, organisierter Kriminalität und versuchter Brandstiftung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis.

Geständnis

Die Strafe wurde von fünf Jahren Haft auf die Hälfte reduziert, weil die 25 und 64 Jahre alten Männer die Taten gestanden hatten. Beide waren kurz nach Auffliegen des Plans im Mai festgenommen worden. Mit ihnen nahmen Polizisten sechs Jugendliche fest, die derselbe Geschäftsmann für je 200 thailändische Baht (rund 5,20 Euro) dafür engagiert hatte, weitere Bilder des Königs anzuzünden. Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil einer der Jugendlichen deshalb im Alter von 14 Jahren in Militärhaft genommen worden war. Die Prozesse gegen die sechs sollen im Dezember beginnen.

Bhumibol war im vergangenen Jahr mit 88 Jahren gestorben – nach sieben Jahrzehnten an der Spitze des südostasiatischen Königreichs. Er war der dienstälteste Monarch der Welt und wurde in seiner Heimat sehr verehrt. Thailand ist für seine drakonischen Gesetze zur Majestätsbeleidigung bekannt. (APA, 16.11.2017)

  • Bhumibol-Portraits sind in Thailand allgegenwärtig.
    foto: ap/lalit

    Bhumibol-Portraits sind in Thailand allgegenwärtig.

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