Jeder Fünfte über 40 hat COPD

    16. November 2017, 09:40
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    Laut dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist nur etwa jeder zehnte Erkrankte in ärztlicher Behandlung

    Wien – COPD, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, führt zu einer chronisch entzündlichen Verengung der unteren Atemwege. Ursache dafür ist primär das Rauchen. Oft erfolgt die Diagnose erst viel zu spät. Aus Anlass des Welt-COPD-Tages verweist der Hauptverband der Sozialversicherungsträger auf die Möglichkeiten zu Prävention, Diagnose und Therapie.

    "Der Sozialversicherung ist es ein wichtiges Anliegen über COPD aufzuklären, gefährdete Personen, Betroffene und deren Angehörige über Vorbeugung, Behandlung und Selbsthilfemaßnahmen ausführlich zu informieren", betont Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbandes. Rund 44 Millionen Menschen in Europa sind von der Lungenkrankheit COPD betroffen. Bis 2030 werde sich die COPD zur dritthäufigsten Todesursache und weltweit zur fünftgrößten Krankheitsbelastung entwickeln. Man gehe davon aus, dass in Österreich 15 bis 20 Prozent der über 40-Jährigen an COPD erkranken.

    Krankenkassen zahlen nicht

    "Fehlendes Wissen führt dazu, dass die mit Husten, Atemnot und Leistungsschwäche einhergehende Krankheit oft nicht ernst genommen oder harmlos als Raucherhusten abgetan wird. Aufgrund des mangelnden Bewusstseins ist nur etwa jeder zehnte COPD-Betroffene bei einem Arzt in Behandlung und erhält eine entsprechende Therapie", sagt Biach. Eine Patientenbefragung habe ergeben, dass es rund zwei Jahre dauert, bis COPD-Betroffene mit ihrem Leidensdruck medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

    In Österreich wird seit langem kritisiert, dass es an der Früherkennung per Lungenfunktionsprüfung mangelt. Diese wäre auch beim Hausarzt möglich, wird aber trotz wiederholter Forderungen der Experten nicht flächendeckend von den Krankenkassen bezahlt. Zeigt sich bei der nicht-invasiven und binnen kurzer Zeit durchführbaren Untersuchung, dass der Patient in einer Sekunde nur noch weniger als 70 Prozent des Atemvolumens ausatmen kann, liegt das Vorhandensein einer COPD nahe. Rauchstopp und entsprechende Therapie können den Verlauf der Erkrankung bremsen bzw. aufhalten.

    Zu den wichtigsten Empfehlungen der Sozialversicherung zählt auch die effektive Strategie zur Tabakentwöhnung. Denn: 40 bis 50 Prozent aller lebenslangen Raucher erkranken an COPD. Im Vergleich dazu sind nur etwa zehn Prozent aller Nichtraucher von COPD betroffen. (APA, 16.11.2017)

    • Ein Rauchstopp ist die beste COPD-Prävention.
      foto: apa/helmut fohringer

      Ein Rauchstopp ist die beste COPD-Prävention.

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