Semperit machte 16,4 Millionen Euro Nettoverlust im dritten Quartal

16. November 2017, 08:27
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Laut dem CEO Martin Füllenbach wurde der Quartalsverlust großteils durch Sondereffekte verursacht

Wien – Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Nettoverlust von 16,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis fiel damit noch schlechter aus als erwartet – von der APA befragte Analysten hatten nach einer verschärften Gewinnwarnung im Oktober mit einem Verlust von 11,25 Millionen Euro nach Steuern gerechnet.

"Der berichtete Verlust im dritten Quartal geht großteils auf Sondereffekte zurück, ist aber trotzdem keinesfalls zufriedenstellend", sagte Vorstandschef Martin Füllenbach laut Aussendung.

Umsatz blieb nahezu unverändert

Der Umsatz der Semperit-Gruppe blieb im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert bei 208,4 Millionen Euro. Alle Segmente im Sektor Industrie konnten ihren Umsatz steigern (+7,6 Prozent), im Sektor Medizin (Sempermed) gab es einen Rückgang um elf Prozent.

Der Gewinn vor Steuern verringerte sich signifikant auf 0,5 Millionen Euro. Über neun Monate betrachtet legte der Umsatz um 3,5 Prozent auf 670 Millionen Euro zu. Das ausgewiesene EBITDA lag bei 97,8 Millionen Euro, was einer Erhöhung von 35,4 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Wertminderung im Segment Sempermed

Dies sei im Wesentlichen auf Sondereffekte, wie 26 Millionen Euro Wertminderung im Segment Sempermed (im zweiten Quartal 2017), Aufwendungen für die Restrukturierung der Produktionsstätte von Sempertrans in Frankreich in Höhe von insgesamt 11,6 Millionen Euro, vier Millionen Euro Wertanpassung für bereits kapitalisierte IT-Kosten, die zukünftig nicht genutzt werden können (im zweiten Quartal 2017) sowie in im dritten Quartal 2017 erfasste Aufwendungen von 5,1 Millionen Euro in Zusammenhang mit der steuerlichen Prüfung in Österreich (vor allem Aberkennung der Energieabgabenrückvergütung) zurückzuführen.

Weitere erhebliche Einmalbelastungen im Zusammenhang mit fortlaufenden und potenziell neuen Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und Stärkung der Bilanzstruktur seien nicht auszuschließen, heißt es. (APA, 16.11.2017)

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