SoftBank plant offenbar Milliardeninvestitionen in Saudi-Arabien

    15. November 2017, 18:14
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    Japanischer Mobilfunkkonzern will sich auch an geplanter Retortenstadt Neom beteiligen

    Der japanische Mobilfunkkonzern SoftBank will einem Medienbericht zufolge in den kommenden drei bis vier Jahren insgesamt 25 Mrd. Dollar (rund 21 Mrd. Euro) in Saudi-Arabien investieren. Wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch berichtete, will sich das Unternehmen allein mit 15 Mrd. Dollar an der geplanten Retortenstadt Neom an der Grenze zu Jordanien und Ägypten beteiligen.

    Zudem wolle der SoftBank-Fonds Vision Fund zehn Milliarden Dollar in den staatlichen Energieversorger Saudi Electricity stecken.

    Wirtschaft breiter aufstellen

    Das Königreich versucht gerade, sich unabhängiger von den Erlösen der Ölexporte zu machen und seine Wirtschaft breiter aufzustellen. Neom soll eine Megastadt und Wirtschaftszone werden, die eine halbe Billion Dollar kostet. Das Projekt soll der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld leiten. Kronprinz Mohammed bin Salman hatte im Oktober gesagt, dass das Neom wie der Ölkonzern Saudi Aramco an die Börse gebracht werden soll.

    Bei SoftBank war in der Nacht zum Donnerstag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. (Reuters/APA, 15.11.2017)

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