One Plus 5T im Hands-on: Mehr Bildschirm, weniger Ränder

    16. November 2017, 19:00
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    Das neue Design gefällt im Kurztest, die Verbesserung der Kamera fällt erst einmal nicht auf

    Im vergangenen Jahr hat One Plus mit dem Modell 3T zum ersten Mal ein "Mid-Generation-Upgrade" für sein Smartphone geliefert. Heuer legt man nach und bringt, fünf Monate nach der Vorstellung des One Plus 5, nun das 5T auf den Markt.

    Wo im letzten Jahr lediglich eine etwas andere Farbgebung eine äußerliche Unterscheidung ermöglichte, sehen sich die beiden Geräte der namentlich gleichen Generation nicht mehr gar so ähnlich. Der WebStandard konnte das neue Handy, das wohl das letzte größere Flaggschiff dieses Jahres sein dürfte, bereits ausprobieren.

    foto: derstandard.at/pichler
    foto: derstandard.at/pichler

    Fast gleiche Maße, größerer Bildschirm

    Mit Maßen von 156,1 x 75 x 7,3 Millimeter (162 Gramm) ist das Handy bei gleicher Dicke nur minimal länger und breiter als sein direkter Vorgänger. Etwas größer fällt nun auch das Display aus. Die Diagonale legt von 5,5 auf 6 Zoll zu. Aufgrund des 18:9-Zoll-Formats ist der Screen nun bei fast gleicher Breite gestreckt.

    Die Unterschiede sind allerdings ausreichend, dass die Schutzhüllen für das One Plus 5 gerade nicht mehr passen. Sie würden zwar mit Ach und Krach am Rand "einrasten", weil sich aber auch das herausstehende Kameramodul etwas verschoben hat, ist eine sinnvolle Fixierung nicht möglich. Das Handy liegt gut in der Hand.

    foto: derstandard.at/pichler

    Fingerabdruckscanner nun rückseitig

    Das AMOLED-Panel liefert eine Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixel. Die Farbstabilität ist hoch, erst bei sehr spitzem, horizontalem Winkel ist ein Blaustich zu bemerken. Das Gerät liegt gut in der Hand, das Alugehäuse fühlt sich wertig an. Die Rückseite ist matt, unverglast, gibt gut Halt und verhindert auch, dass das Handy unerwartet auf Reisen geht, wenn die Ablage nicht hundertprozentig plan ist. Der Verschlankung der Ränder ist der vorderseitige Fingerabdruckscanner zum Opfer gefallen. Er befindet sich nun auf der Rückseite des Handys – subjektiv eine Verschlechterung, wobei hier die Vorlieben individuell sind.

    Ausstattungstechnisch ist der Unterschied zum Jahreserstling wie erwartet gering. An Bord ist weiterhin der Snapdragon 835. Weiterhin gibt es entweder 64 GB Speicher und 6 GB RAM oder 128 GB Speicher und 8 GB RAM (zum Testen steht dem WebStandard die größere Fassung zur Verfügung). Der Speicher ist allerdings nicht mehr erweiterbar. Es gibt Bluetooth 5.0, ac-WLAN, NFC, einen USB.C-Port (USB 2.0) und einen schnellladefähigen Akku mit gleicher Kapazität (3.300 mAh). Auch dabei: Die 3,5mm-Audioklinke.

    foto: derstandard.at/pichler

    Kamera-Upgrade vorerst nicht auffallend

    Das System, die nahe am Original gehaltene Android-Adaption "Oxygen OS", erscheint abermals aufgeräumt und gut optimiert. Das Handy reagiert ruckelfrei und schnell auf alle Eingaben. Appinstallationen und –starts sind flott. Enttäuschend allerdings: Android 8 ist nicht vorinstalliert, es läuft noch Version 7.1 auf dem Gerät. Die Aktualisierung auf die neueste Ausgabe soll jedoch noch heuer folgen.

    Die Hauptkamera arbeitet nach wie vor mit einer Kombination aus einem 16-MP- und einem 20-MP-Sensor. Letzerer ist nun aber etwas lichtempfindlicher. Bei ersten Testaufnahmen unter Tageslicht war mit freiem Auge kein Qualitätsunterschied zu bemerken. Da die Änderung aber vor allem unter dunkleren Bedingungen zu schöneren Fotos verhelfen soll, ist dieser Erkenntnis aber nur begrenzte Bedeutung beizumessen.

    foto: derstandard.at/pichler

    Conclusio

    Als Ersteindruck verbleibt, dass das One Plus 5T vor allem ein größeres Display bietet und in ästhetischer Hinsicht auf den "Borderless"-Zug aufspringt. Das Design des Gerätes ist durchaus geglückt. Wie sich die anderen Änderungen – allen voran die Kamera – bewähren, bleibt abzuwarten. Im vollständigen Test wird der WebStandard eruieren, ob die Versprechen von One Plus halten.

    Das One Plus 5T ist ab 21. November bestellbar und kostet, wie der direkte Vorgänger, 499 Euro /6 GB RAM/64 GB Speicher) bzw. 559 Euro (8 GB/128 GB). (Georg Pichler, 16.11.2017)

    Testfotos

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    foto: derstandard.at/pichler
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