Kind an Tiroler Volksschule an Masern erkrankt

14. November 2017, 15:48
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Weitere Fälle nicht ausgeschlossen – Etwa 20 Prozent der Mitschüler nicht geimpft

Kufstein – An der Volksschule Sparchen in Kufstein in Tirol ist ein Kind an Masern erkrankt. Dies habe ein Laborbefund bestätigt, teilte das Land am Dienstag in einer Aussendung mit. Das Kind befinde sich in Quarantäne. Da es von Montag bis Mittwoch vergangener Woche die Schule besucht habe, seien weitere Erkrankungsfälle nicht ausgeschlossen, hieß es.

"Da etwa 20 Prozent der Mitschüler ungeschützt sind, mussten wir mehrere Kinder, um eine Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern, bis 29. November vom Schulbesuch freistellen", sagte Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer. Die betreffende Schule sowie die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten seien am Montag von der Erkrankung bereits in Kenntnis gesetzt und aufgerufen worden, den Impfschutz ihrer Kinder gegen Masern zu überprüfen.

Impfaktion in der Schule

Ein Zusammenhang mit dem kürzlich bekannt gewordenen Masernfall im Bezirkskrankenhaus Kufstein sei nicht erkennbar. Um das Risiko weiterer Fälle zu minimieren, wurde vom Gesundheitsamt der BH Kufstein am Dienstag bereits eine Impfaktion an der Schule durchgeführt. Alle Kontaktpersonen wie Lehrpersonen, Eltern, Großeltern oder Geschwister, die noch nicht gegen die Erkrankung geschützt sind, konnten sich im Rahmen dieser Sicherheitsmaßnahme gegen Masern impfen lassen.

Tröpfcheninfektion

Die Krankheit wird über beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßene Tröpfchen übertragen. Im Vorstadium treten Fieber, Schnupfen, trockener Husten und Bindehautentzündung auf. Nach drei bis fünf Tagen erfasst ein großfleckiger Hautausschlag mit neuerlich hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl den gesamten Körper. Die durchschnittliche Dauer der Inkubationszeit beträgt zwei Wochen. Sobald sich erste Krankheitszeichen im Zusammenhang mit einem möglichen infektiösen Masernfall entwickeln, sollten die betroffenen Personen zu Hause bleiben und den Kontakt mit anderen nicht geschützten Menschen, insbesondere mit Schwangeren, Säuglingen und abwehrgeschwächten Personen, meiden. (APA, 14.11.2017)

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