Recovery-Week: Nach New York da sollst du ruh'n – und doch 1000 Schritte tun

Ansichtssache15. November 2017, 06:00
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Von der Theorie und der Praxis der Erholung nach einem zwar langsamen, aber eben doch 42 Kilometer langen Marathon. Von müden Beinen, griechischen Yogis – und dem Laufen ohne Trauschein

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foto: thomas rottenberg

"Welchen Teil von 'eher kürzer' hast du nicht verstanden?" Das Spiel zwischen Trainer und Kunden hat Regeln. Und wenn der Kunde – in diesem Fall ich – das Gegenteil von dem tut, was der Coach – hier Harald Fritz – in den Trainingsplan schreibt, kommt irgendwann der Ordnungsruf. Auch wenn Fritz im Vorhinein weiß, was die Antwort darauf sein würde: "Wenn es Spaß macht und läuft, dann laufe ich eben." Ein Trainer hat eine Art Elternrolle: Auch wenn er den Unfug des Zöglings mehr als nachvollziehen kann: Das Erziehungsziel geht vor.

Ich weiß eh: Fritz hat recht. Der Ausdauercoach hat mir nicht aus Jux und Tollerei lediglich "45 Minuten locker" vorgegeben. Da war dieser Zusatzsatz: "Schau, wie es den Haxen vom NYC-Marathon geht: eher kürzer als zu lange!"

Fritz wusste natürlich, dass ich am Sonntag davor einen Marathon gelaufen bin. Er wusste auch, dass ich – auf die Dauer bezogen – noch nie so lange gelaufen bin. Und er wusste, dass ich dafür nicht vorbereitet gewesen war: Dass der Körper danach eine Pause braucht, ist klar. Nur: Sagen Sie das einmal dem Kopf eines Laufjunkies.

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