Barbie bekommt einen Hidschab

14. November 2017, 12:51
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Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad ist als erste US-Sportlerin mit Hidschab bei Olympia angetreten. Sie ist Vorbild für die neue Barbie

El Segundo – Letztes Jahr landete Barbie auf der Titelseite der Time. Dorthin geschafft hatte es die Puppe aufgrund ihrer neuen Gestalt: Groß, klein und kurvig, war sie ab da. Diesen Sommer verpasste Spielzeughersteller Mattel ihrem langjährigen Gefährten eine Frischzellenkur. Etwas besonders ist das eigentlich nicht: Updates im Produktportfolio gehören für Spielzeugriesen wie Mattel zum Geschäft. Auch Barbie und Ken gehen mit der Zeit. Kurz vor Weihnachten hat der Hersteller eine weitere Neuerung für Konsumenten parat: Barbie bekommt einen Hidschab.

Für die neue Puppe in der "Sheroes"-Kollektion hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorlage gedient, wie der US-Spielzeughersteller Mattel bekanntgab. Dementsprechend trägt die Barbie den muslimischen Hidschab, ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste US-Sportlerin mit Hidschab war Muhammad im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten.

Mit den "Sheroe"-Puppen, deren Namen sich aus den englischen Wörtern "she" (sie) und "hero" (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen.

Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. "Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt." Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad. (APA/red, 14.11.2017)

  • Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad.
    foto: apa/afp/angela weiss

    Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad.

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