2018 will Lufthansa 8.000 neue Beschäftigte an Bord nehmen

13. November 2017, 15:55
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1.000 neue innerdeutsche Flüge pro Monat sollen angeboten werden

Frankfurt/Wien/Düsseldorf – Die AUA-Mutter Lufthansa will 2018 Tausende neue Beschäftigte an Bord nehmen. "Wir werden im nächsten Jahr 8.000 neue Mitarbeiter einstellen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). Allein die Billigflug-Tochter Eurowings soll durch den Zukauf von 81 Maschinen der insolventen Air Berlin um 3.000 auf rund 10.000 Mitarbeiter zulegen.

Die Hälfte der 8.000 neuen Mitarbeiter werden Flugbegleiter sein, wie ein Lufthansa-Sprecher erklärte. Hier sind die Abgänge allerdings auch höher als in anderen Einsatzfeldern, da ein Job als Steward oder Stewardess zwischen Matura und Studium gefragt ist. Im Cockpit seien 800 Einstellungen und am Boden 1.300 geplant.

Die Kranich-Airline selbst sucht dem Sprecher zufolge 2.500 neue Flugbegleiter. Nach leichtem Stellenrückgang in diesem Jahr soll die Kernmarke Lufthansa 2018 wieder zulegen. Schon in diesem Jahr wuchs die Belegschaft des Konzerns um mehr als 4.600 auf knapp 129.000 Leute. Ein großer Teil des Personalanstiegs entfiel auf die vollständige Integration der belgischen Brussels Airlines.

Durch die Air-Berlin-Pleite seien derzeit 80 der gut 140 Flugzeuge der insolventen Firma am Boden. Dadurch fehlten jeden Tag 60.000 Sitze, erklärte Spohr gegenüber "Bild" weiter. "Die wenigen verbliebenen Sitze, die wir noch anbieten können, sind natürlich knapp und damit teuer", räumte er ein. Doch soll sich die Lage voraussichtlich im Jänner, sobald der Verkauf von Air-Berlin-Teilen an Lufthansa und die britische Easyjet kartellrechtlich genehmigt ist, wieder entspannen. So werde allein Eurowings dann 1.000 innerdeutsche Flüge im Monat dazu nehmen. Damit sind laut Spohr wieder "stabile" Preise zu erwarten.

Spohr hat 1.000 weitere innerdeutsche Flüge angekündigt. Damit soll der Kapazitätsengpass behoben werden, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstanden war und zu hohen Ticketpreisen auf gefragten Strecken wie Berlin-München oder Berlin-Köln geführt hatte.

"Sobald wir grünes Licht aus Brüssel haben, wollen wir pro Monat allein bei Eurowings 1.000 innerdeutsche Flüge dazunehmen", sagte Spohr der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe): "Ich kann versprechen, dass mit neuen innerdeutschen Flügen wieder stabile Preise kommen. Wir als Lufthansa wollen ja nicht die deutschen Verbraucher gegen uns aufbringen." (APA, 13.11.2017)

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