Renner-Solidaritätspreis für in Türkei inhaftierte Journalisten

    13. November 2017, 14:52
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    Renner-Publizistikpreis für Lebenswerk an Rosenberg – Nominierungen für Print, Radio, TV und Online bekanntgegeben – Preisverleihung am 19. Dezember

    Wien – Die Jury des Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreises zeigt sich solidarisch mit den beiden in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel und Mesale Tolu. Der Solidaritätspreis wurde neu ins Leben gerufen und erstmals vergeben. Für sein Lebenswerk geehrt wird der langjährige Ö1-Journalist Rainer Rosenberg. In den Kategorien Print, Radio, Fernsehen und Online wurden die Nominierungen bekanntgegeben.

    "Wir sind solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen, die vom Regime Erdogan nur deshalb hinter Kerkermauern verschwinden, weil sie kritische Journalisten sind. Journalismus ist keine Straftat", erklärte der Jury-Vorsitzende und Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim. Der Solidaritätspreis sei Yücel und Tolu stellvertretend für alle in der Türkei in Gefängnissen eingesperrten Journalisten zuerkannt worden.

    Nominierungen

    In der Kategorie Print sind Mareike Boysen ("Ballesterer") und Nina Strasser ("News") nominiert, in der Kategorie Radio sind es Judith Brandner (Ö1-Hörbilder), Christine Scheucher (Ö1 Diagonal) und Gerlinde Wallner (Passionswege, Radio Klassik Stephansdom). In der Kategorie Fernsehen sind Nina Horowitz (ORF, Am Schauplatz), Magdalena Punz (Puls 4) und Jörg Winter (ORF-Korrespondent) nominiert. In der Kategorie Online können der ORF-Teletext, Kurier-Journalistin Yvonne Widler und das Projekt "Auf einen Joint mit Joe Kreissl" auf eine Auszeichnung hoffen. Letzteres ist ein multimediales Feature von Studenten der FH Wien der WKW über einen Staatsverweigerer.

    Die Bekanntgabe der Preisträger und die Übergabe des Dr. Karl Renner Publizistikpreises finden am 19. Dezember 2017 im Wiener Rathaus statt. (APA, 13.11.2017)

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