Zwei Drittel der Deutschen gegen völlige Cannabis-Legalisierung

    13. November 2017, 12:24
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    Vor allem jüngere Befragte und Anhänger der Linkspartei sprechen sich dafür aus

    Wien – Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist für eine Beibehaltung des Cannabis-Verbots. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.000 Personen, die am Montag veröffentlicht wurde. 63 Prozent sprachen sich dabei gegen eine Legalisierung als Rauschmittel zum Eigengebrauch aus.

    In Deutschland dürfen Ärzte seit Anfang des Jahres Cannabis als Schmerzmedikament verordnen. Der Erwerb für den Privatgebrauch ist jedoch verboten. Die Debatte entbrannte im Rahmen der Jamaika-Sondierungsgespräche erneut: FDP und Grüne sprechen sich für eine Legalisierung aus, die Unionsparteien sind dagegen.

    Über 60-Jährige, SPD- und Unionsanhänger dagegen

    Am deutlichsten gegen eine vollständige Legalisierung sind Menschen ab 60 Jahren: 70 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Männer aus dieser Altersgruppe sind dagegen. Auch Anhänger der Union und der SPD sind unter den Gegnern einer Vollliberalisierung überrepräsentiert: Jeweils 72 Prozent dieser Gruppen sprachen sich gegen das Ende eines Verbots aus.

    Für eine komplette Freigabe sind hingegen vor allem Befragte unter 30 Jahren (43 Prozent) sowie Anhänger der Linkspartei (55 Prozent), der Grünen (46 Prozent) und der AfD (41 Prozent). (july, 13.11.2017)

    • Seit Anfang des Jahres dürfen in Deutschland Ärzte Cannabis verordnen. Der Privatgebrauch bleibt aber verboten.
      foto: apa/oliver berg

      Seit Anfang des Jahres dürfen in Deutschland Ärzte Cannabis verordnen. Der Privatgebrauch bleibt aber verboten.

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