Helden freischalten in "Star Wars: Battlefront 2" frisst 40 Stunden Spielzeit oder Geld

    13. November 2017, 11:36
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    Vader und Skywalker: Kritik an Fortschrittsystem des neuen Multiplayer-Modus

    Wer in "Star Wars: Battlefront 2" als Luke Skywalker oder Darth Vader in Mehrspielerschlachten ziehen möchte, muss diese Helden wie alle anderen erst freispielen bzw. mittels Credits erwerben. Wie Spieler der bereits erschienenen Vorabversion berichten, dürfte das für die meisten harte Arbeit bedeuten. Aufgrund der hohen Kosten dieser ikonischen Charaktere müsse man mit rund 40 Stunden Spielzeit pro Held rechnen. Beschleunigen könne man den Prozess hingegen, in dem man echtes Geld für so genannte Lootboxen einwirft und so rascher zu Credits gelangt.

    Der Schätzung eines Reddit-Users zufolge, der bereits Zugang zu "Battlefront 2" hat, könne man über das auf Lootboxen aufbauende Fortschrittsystem etwa 250 bis 350 Credits für 10 bis 15 Minuten Spielzeit lukrieren. Die teuersten Helden – darunter Skywalker und Vader – kosten jedoch 60.000 Credits. Dies bedeute, dass man rund 40 Stunden investieren muss, um selbst in die Fußstapfen der Titelprotagonisten schlüpfen zu können. Die Gesamtspielzeit bis dahin dürfte tatsächlich noch um einiges mehr betragen, da man zwischendurch wohl auch Credits für andere Verbesserungen und Ausrüstungsgegenstände ausgeben wird.

    Schaler Beigeschmack

    Dementsprechend viel Kritik gab es seitens Fans bereits in Branchenforen und auf sozialen Medien. Die ikonischen Charaktere, die für viele Spieler "Star Wars" ausmachen, müssten erst mühsam erarbeitet werden, es sei denn, man helfe mit Echtgeld nach.

    In einer Antwort auf die Beschwerden auf Reddit erklärte das EA-Community-Team, dass man sich genau ansehen werde, wie das System bei den Spielern ankommt und man das Fortschrittssystem laufend justieren werde. Grund für die großen Hürden sei, dass Spieler mit der Freischaltung eines Helden das Gefühl haben sollen, etwas erreicht zu haben. Sollte sich herausstellen, dass die anfänglich gestellten Ziele zu hoch gesteckt sind, könne man diese noch anpassen. Dennoch solle es sich für Spieler anfühlen, als würde man durch seine Leistung etwas erreichen können. Durch die Integration von Mikrotransaktionen erhält das System für viele Spieler dennoch einen schalen Beigeschmack. (zw, 13.11.2017)

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      foto: ea
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