Also doch: Hacker sollen Apples Face ID mit Maske ausgetrickst haben

    12. November 2017, 15:40
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    Die Sicherheitsfirma Bkav gibt an, Materialien im Wert von 150 Dollar und rund fünf Tage Zeit für den Coup gebraucht zu haben

    Wie sicher ist Apples Gesichtsscanner beim neuen iPhone X? Dieser Frage gingen in den vergangenen Tagen unzählige IT-Sicherheitsforscher nach. Apple selbst behauptete etwa, dass die sogenannte "Face ID" auch von Masken "auf Hollywood"-Niveau nicht ausgetrickst werden können. Erste Tests gaben Apple Recht. Doch jetzt behaupteten Mitarbeiter der vietnamesischen Firma Bkav, mit einer speziellen Maske den Gesichtsscanner ausgetrickst zu haben.

    150 Dollar

    Sie versuchten dabei weniger, ein Gesicht für "menschliche Augen" zu kopieren, sondern konzentrierten sich komplett darauf, wie der Gesichtsscanner das Objekt wahrnimmt. Die "Haut" wurde mit einem 3D-Drucker produziert, die Augen und andere Teile sind hingegen in 2D. Abgesehen von den Kosten für einen 3D-Drucker selbst sollen die benötigten Komponenten rund 150 Dollar ausgemacht haben. Das Projekt wurde laut Bkav binnen 5 Tagen fertiggestellt.

    bkav corp

    Normale Nutzer müssen sich nicht sorgen

    Für den normalen iPhone X-Nutzer hat das Ergebnis wenig zu bedeuten. Anders ist das für Ziele von Geheimdienstoperationen. Allerdings würden diese ohnehin zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ergreifen, analysiert Engadget. Apple selbst hat Informationen zur Face ID-Technologie in einem White Paper publiziert, den aktuellen Durchbruch wollte der Konzern nicht kommentieren. (red, 12.11.2017)

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