Marquez zum vierten Mal MotoGP-Weltmeister

    12. November 2017, 14:48
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    Mit Andrea Dovizioso stürzte beim Saisonfinale in Valencia der einzige verbliebene Rivale

    Valencia – Der Spanier Marc Marquez ist der jüngste Vierfachchampion der MotoGP-Klasse der Motorrad-WM. Im letzten Saisonrennen in Valencia hätte ihm ein elfter Rang genügt, doch der 24-Jährige kämpfte um den Sieg und vermied acht Runden vor Schluss nur mit viel Mühe einen Sturz. Weil danach sein einzig verbliebener Rivale Andrea Dovizioso ausschied, stand er schon vor Rennende als Weltmeister fest.

    Insgesamt sechsfacher Weltmeister

    Honda-Pilot Marquez bejubelte nach dem dritten Rang hinter seinem Landsmann und Teamkollegen Dani Pedrosa sowie dem Franzosen Johann Zarco (Yamaha) seinen insgesamt sechsten WM-Titel nach je einem in der 125-ccm- und der Moto2-Kategorie (2010 bzw. 2012). In der Königsklasse war der 35-fache GP-Sieger bereits 2013, 2014 und 2016 die Nummer 1 gewesen.

    Marquez riskierte aber trotz des vor dem letzten Rennen praktisch schon fixierten Titels alles. Kurz, nachdem er die Führung vom Franzosen Johann Zarco übernommen hatte, geriet der Toppilot in Sturzgefahr, seine Oberschenkel streiften in extremer Seitenlage die Fahrbahn. "Ich habe in Kurve eins den Bremspunkt verpasst, war zu spät dran, habe mich aber irgendwie gerettet", erklärte Marquez.

    Kurz danach kam für die auf den Rängen drei und vier liegenden Ducati-Piloten Jorge Lorenzo und Dovizioso das Aus. Der Italiener geriet ins Kiesbett und schaffte es nicht mehr zurück auf die Strecke. Er war zuvor von seinem Teamkollegen Lorenzo längere Zeit sogar gebremst worden. Durch diese Ausfälle kam der durch sein Missgeschick zurückgefallene Marquez noch zum dritten Rang.

    Marquez hatte nach sechs Siegen in den 18 Rennen am Ende 37 Punkte Vorsprung auf Dovizioso. Der 31-Jährige hatte heuer ebenfalls sechs GP-Siege gefeiert.

    KTM-Pilot Bradley Smith Elfter

    Bestplatzierter KTM-Pilot war im Saison-Finale der Brite Bradley Smith als Elfter. Pol Espargaro schied aus. Der Spanier schloss die erste MotoGP-Saison des österreichischen Herstellers nach vier Top-Ten-Plätzen auf dem 17. Platz ab (55 Punkte). Smith landete zweimal unter den ersten Zehn und wurde Gesamt-21. (29 Punkte). (APA, 12.11.2017)

    MotoGP (30 Runden zu je 4,005 km/120,150 km):

    1. Dani Pedrosa (ESP) Honda 46:08,125 Min. – 2. Johann Zarco (FRA) Yamaha +0,337 Sek. – 3. Marc Marquez (ESP) Honda 10,861 – 4. Alex Rins (ESP) Suzuki 13,567 – 5. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 13,817 – 6. Andrea Iannone (ITA) Suzuki 14,516. Weiter: 11. Bradley Smith (GBR) KTM 30,835. Ausgeschieden u.a.: Andrea Dovizioso (ITA) Ducati, Jorge Lorenzo (ESP) Ducati, Pol Espargaro (ESP) KTM.

    WM-Endstand nach 18 Rennen: 1. Marc Marquez 298 Punkte – 2. Dovizioso 261 – 3. Maverick Vinales (ESP) Yamaha 230 – 4. Pedrosa 210 – 5. Rossi 208 – 6. Zarco 174 – 7. Lorenzo 137 – 8. Danilo Petrucci (ITA) Ducati 124. Weiter: 17. P. Espargaro 55 – 21. Smith 29.

    Moto2 (27 Runden zu je 4,005 km/108,135 km): 1. Miguel Oliveira (POR) KTM 43:15,843 Minuten – 2. Franco Morbidelli (ITA) Kalex +2,154 Sekunden – 3. Brad Binder (RSA) KTM 4,181 – 4. Francesco Bagnaia (ITA) Kalex 11,181 – 5. Alex Marquez (ESP) Kalex 12,146 – 6. Hafizh Syahrin (MAS) Kalex 14,595. Thomas Lühti (SUI) Kalex nicht am Start

    WM-Endstand nach 18 Rennen: 1. Morbidelli 308 Punkte – 2. Lüthi 243 – 3. Oliveira 241 – 4. Marquez 201 – 5. Bagnaia 174 – 6. Mattia Pasini (ITA) Kalex 148

    Moto3 (24 Runden zu je 4,005 km/96,120 km), 12.11.2017: 1. Jorge Martin (ESP) Honda 40:02,193 Min. – 2. Joan Mir (ESP) Honda +3,760 Sek. – 3. Marcos Ramirez (ESP) KTM 3,877 – 4. Romano Fenati (ITA) Honda 3,953 – 5. Enea Bastianini (ITA) Honda 3,999 – 6. Juan Francisco Guevara (ESP) KTM 4,940. Weiter: 9. Aron Canet (ESP) Honda 5,218.

    WM-Endstand nach 18 Rennen: 1. Mir 341 Punkte – 2. Fenati 248 – 3. Canet 199 – 4. Martin 196 – 5. Fabio di Giannantonio (ITA) Honda 153 – 6. Bastianini 141 – 7. John McPhee (GBR) Honda 131 – 8. Ramirez 123

    • Freude.
      foto: apa/afp/pierre-philippe marcou

      Freude.

    • Jubel.
      foto: apa/afp/jose jordan

      Jubel.

    • Dusche.
      foto: apa/afp/jose jordan

      Dusche.

    • Champ 2017.
      foto: apa/afp/jose jordan

      Champ 2017.

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