Starker Saisonauftakt von Herzog

    12. November 2017, 17:26
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    Tirolerin in Heerenveen mit zwei vierten Plätzen, einem sechsten und einem siebenten Rang

    Heerenveen – Die Tirolerin Vanessa Herzog hat am Sonntag zum Abschluss des Weltcup-Auftakts im Eisschnelllauf in Heerenveen über 1.000 m Rang sieben belegt. In 1:15,48 Minuten verpasste die 22-Jährige einen Podestplatz doch deutlich um 83/100 Sekunden. Es gewann in 1:13,99 wie an den Tagen zuvor in den beiden 500er-Rennen die Japanerin Nao Kodaira. Herzog war da zweimal Vierte und im Massenstart Sechste geworden.

    "Anstrengendes Wochenende" für Herzog

    "Ich habe heute besonders die vielen Runden der beiden Massenstartrennen in den Beinen gespürt. Es war ein anstrengendes Wochenende, aber ein sehr tolles", resümierte Vanessa Herzog. "Am Tausender geht gefühlt noch mehr, aber das stimmt mich positiv für die nächsten Rennen. Nao ist sicher nicht unschlagbar. Aber wer eine Medaille gewinnen will, muss an ihr vorbei."

    Über 5.000 m der Herren sammelte Linus Heidegger als 13. der B-Division zwar zwei Weltcup-Punkte, verpasste aber für den Weltcup nächste Woche in Stavanger den Aufstieg in die A-Division. Obwohl der Tiroler in 6:23,56 Minuten nur 38/100 über seinem am 21. Oktober in Inzell fixierten österreichischen Rekord blieb, war dies im Streben nach dem Olympia-Ticket über diese Distanz kein Schritt vorwärts.

    Luft nach oben für Heidegger

    Heidegger war mit seiner Leistung nicht unzufrieden. "Ich muss aber konsequent weiterarbeiten, um mich weiter zu verbessern. Die Zeit gibt mir aber viel Vertrauen, dass die Umstellungen, die wir im Sommertraining gemacht haben, der richtige Weg sind", sagte er. Seine seit Samstag 19-jährige Teamkollegin Viola Feichtner kam in der B-Division über 3.000 m auf eine persönliche Bestzeit von 4:19,58 Minuten.

    Debütant Floris Root hat seine persönliche Bestleistung über 1.000 m nur knapp verpasst. Der gebürtige Niederländer belegte in 1:12.36 Minuten Rang 31 in der Division B. "In Heerenveen das Debüt zu geben ist natürlich etwas Besonderes. Ich war sehr angespannt vor dem Start, bin aber nicht unzufrieden", resümierte der 21-Jährige.

    Zweimal am Podest vorbeigeschrammt

    Auf der 500-m-Distanz verpasste Herzog am Samstag das Podest wie am Vortag nur um eine Position, statt 1/100 fehlten diesmal 3/100. Den sechsten Platz holte Herzog nur kurz danach im neuen Olympia-Bewerb Massenstart. Auf dem 500er blieb die ÖESV-Athletin bei allgemein langsameren Zeiten als am Freitag in 37,91 Sekunden um 23/100 hinter ihrer Freitag-Marke.

    "Natürlich tut es weh, schon wieder so knapp an den Medaillen vorbeizuschrammen. Aber das gleicht sich im Lauf der Saison sicher noch aus", sagte Herzog. "Der Start war wieder gut und in der Schlussrunde weiß ich, dass noch ein wenig was geht."

    Massenstartsiegerin wurde mit Ayano Sato ebenso eine Japanerin. Herzog: "Der Plan war mit einem guten Ergebnis die Olympia-Qualifikation im Massenstart abzusichern. Das sollte sich mit der Platzierung gut ausgehen. Die sieben Minuten Vorbereitung zwischen 500 m und Massenstart waren aber echt hart." In der Olympia-Quali für den Massenstart wird schon in vier Wochen nach dem vierten Weltcup ein Schlussstrich gezogen. (APA, 12.11.2017)

    Ergebnisse Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen

    Damen

    1.000 m: 1. Nao Kodaira (JPN) 1:13,99 Minuten – 2. Miho Takagi (JPN) 1:14,45 – 3. Jorien ter Moors (NED) 1:14,65. Weiter: 7. Vanessa Herzog (AUT) 1:15,48

    Weltcupstand (nach 1 von 7 Rennen): 1. Kodaira 100 Punkte. Weiter: 7. Herzog 40

    3.000 m – B-Division: 1. Ayaka Kikuchi (JPN) 4:06,17. Weiter: 28. Viola Feichtner (AUT) 4:19,58

    500 m: 1. Nao Kodaira (JPN) 37,33 Sekunden – 2. Lee Sang-hwa (KOR) 37,53 – 3. Arisa G (RUS) 37,88 – 4. Vanessa Herzog (AU)T 37,91; Weltcup-Stand 500 m (nach 2 von 12 Bewerben): 1. Kodaira 200 Punkte – 2. Lee 160 – 3. Go und Herzog je 120

    500 m: 1. Nao Kodaira (JPN) 37,29 Sek. – 2. Lee Sang-hwa (KOR) 37,60 – 3. Angelina Golikowa (RUS) 37,67 4. Vanessa Herzog (AU)T 37,68

    Herren

    1.000 m Herren: 1. Pawel Kulischnikow (RUS) 1:07,97 Minuten. B-Division: 1. Thomas Krol (NED) 1:09,11. Weiter: 31. Floris Root (AUT) 1:12,36

    5.000 m – B-Division: 1. Alexis Contin (FRA) 6:17,80. Weiter: 13. Linus Heidegger (AUT) 6:23,56

    1.500 m: 1. Denis Juskow (RUS) 1:44,42 Min.

    B-Division: 1. Kim Min-seok (KOR) 1:44,97. Weiter: 29. Armin Hager (AUT) 1:52,60

    • Vanessa Herzog mitten in der Weltspitze.
      foto: ap/ peter dejong

      Vanessa Herzog mitten in der Weltspitze.

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