Gas statt Kohle: Reizwort Übergangstechnologie

Kolumne18. November 2017, 10:01
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Der Wandel in der Energiebereitstellung ist nur mit tragfähigen Geschäftsmodellen machbar

Nachdem der Klimawandel mittlerweile praktisch nur noch von obskuren Einzelpersonen mit Meerschweinchenfrisur geleugnet wird, ist es höchst an der Zeit, ihm mit größter Entschlossenheit entgegenzutreten. Die menschliche Mobilitätsneurose, zusätzlich angefeuert von der weit verbreiteten und deshalb oft als Naturgesetz missverstandenen Haltung, die Märkte müssten völlig frei sein und der Transport der Waren und Körper dazwischen möglichst billig, stellen uns vor eine besondere Herausforderung.

Herumeiern

Da niemand die endgültige Weisheit in dieser Sache besitzt, eiert die Menschheit jetzt ziemlich tollpatschig ihrer offenbar immer noch möglichen Selbstrettung entgegen, hin und hergebeutelt von Geschäftsmodellen und fragwürdigen Interessengruppen, die vorgeben, die Lösungen zu kennen.

Bei aller Kritik an monetären Egoismen muss aber durchaus auch akzeptiert werden, dass der Wandel in der Energiebereitstellung nur mit tragfähigen Geschäftsmodellen machbar ist. Und es ist nicht unbedingt sicher, welcher Weg in die Zukunft der klügere ist, schließlich ist ja immer öfter von Disruption die Rede, und bei dem Wort darf man sich als arbeitendes Individuum durchaus ein bisschen fürchten.

Alternativen

So ließe sich zum Beispiel der CO2-Ausstoß der Menschheit durch vermehrten Einsatz von Erdgas statt Erdöl und Kohle kurzfristig deutlich verringern. Doch ist es klug, sich auf eine Übergangstechnologie einzulassen, also in Zeiten enormer technischer Fortschritte zuerst noch einmal in die falsche Richtung zu gehen? (Rudolf Skarics, 19.11.2017)

  • Die Verwendung von Flüssiggas, LNG oder Erdgas, CNG, statt Erdöl und Kohle könnte den CO2-Ausstoß reduzieren. Doch...

    Die Verwendung von Flüssiggas, LNG oder Erdgas, CNG, statt Erdöl und Kohle könnte den CO2-Ausstoß reduzieren. Doch...

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