Offener Brief nach Gewaltexzessen zwischen GAK- und Sturm-Fans

    9. November 2017, 16:45
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    Der Grazer Fußball hat ein Gewaltproblem, obwohl die Vereine seit Jahren nicht mehr in derselben Liga spielen. Die Polizei ermittelt zu einer Schlägerei nach Sturm – Rapid

    Graz – Nach neuerlichen Zusammenstößen zwischen Fans der früheren Grazer Stadtrivalen Sturm und GAK am Wochenende hat der Vorstand des GAK nun die Verantwortlichen des SK Sturm zu einem gemeinsamen Vorgehen aufgerufen. Es geht um die immer wieder aufflackernde Gewalt unter Fans der beiden seit zehn Jahren in unterschiedlichen Ligen spielenden Vereine.

    Bizarrerweise ereigneten sich die jüngsten Zwischenfälle am Samstag ausgerechnet nach dem Bundesliga-Spiel Sturm gegen Rapid. Mehrere Busse mit GAK-Fans, die von einem Landesliga-Auswärtsspiel zurückkehrten, hatten vor dem Liebenauer Stadion haltgemacht. Dabei kam es zu einer Massenschlägerei, bei der ein Busfahrer durch einen Flaschenwurf verletzt wurde. Danach gab es laut GAK in einem von GAK-Fans besuchten Lokal im Uni-Viertel einen weiteren Zwischenfall mit Verletzten und einem geschätzten Sachschaden von 8.000 bis 10.000 Euro.

    Gewaltspirale seit Jahren

    Der GAK-Vorstand veröffentlichte am Donnerstag eine Liste mit den gröbsten Zwischenfällen unter Sturm- und GAK-Anhängern abseits der Fußballplätze und rief die Verantwortlichen bei Sturm zu einer gemeinsamen Initiative auf. Von Sturm gab es zunächst keine Stellungnahme dazu. Es hieß allgemein, jeder derartige Vorfall sei auf das Schärfste zu verurteilen.

    Die Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte, dass im Zusammenhang mit den Vorfällen vom Wochenende wegen Raufhandels und Körperverletzung ermittelt wird. 66 Personen seien überprüft und Messer, Sturmhauben und Mundschutze sichergestellt worden, sagte Polizeisprecher Leo Josefus.

    Der frühere Meister und Cupsieger GAK stieg 2007 aus der Bundesliga ab, bekam auch für die Erste Liga keine Lizenz und spielt derzeit in der steirischen Landesliga. (APA, 9.11.2017)

    • Die gewaltsamen Vorfälle in der Grazer Fußballszene nehmen kein Ende.
      foto: apa/scheriau

      Die gewaltsamen Vorfälle in der Grazer Fußballszene nehmen kein Ende.

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