Jedes dritte österreichische Kleinunternehmen spart beim Virenschutz

    8. November 2017, 09:41
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    Allianz-Umfrage: Zwei Drittel verzichten auf regelmäßige Passwortänderung

    Die österreichischen Ein-Personen- und Kleinunternehmen fühlen sich mehrheitlich von Cyber-Risiken kaum bedroht. Rund ein Viertel hat sich über diese Thematik sogar noch gar keine Gedanken gemacht. 31 Prozent der Kleinbetriebe sparen sich überhaupt Ausgaben für den Virenschutz, geht aus einer repräsentativen Umfrage der Allianz Versicherung hervor, die am Mittwoch präsentiert wurde.

    60 Prozent sehen sich kaum bedroht

    60 Prozent der rund 450.000 österreichischen Ein-Personen- und Kleinunternehmen sehen sich von mit dem IT-Betrieb verbundenen Gefahren kaum bedroht. Das fehlende Risikobewusstsein spiegelt sich auch im Arbeitsalltag der Unternehmen wider: Verdächtige Mails werden zwar gelöscht und Computer-Updates durchgeführt, regelmäßige Passwortänderungen nehmen hingegen nur wenige vor.

    Praktiziert werden nur einige der empfohlenen Maßnahmen: Vorsicht beim Öffnen verdächtiger E-Mails (95 Prozent), die Durchführung von Computer-Updates (92 Prozent), die Nutzung von Spamfiltern (89 Prozent) und Firewalls (85 Prozent). Nur mehr 56 Prozent der Betriebe sichern täglich die eigenen Dateien.

    Aber auch Schutzmaßnahmen, die nichts kosten, werden vernachlässigt: Zwei Drittel verzichten auf häufige Änderung der Passwörter, nur 63 Prozent kombinieren diese aus Buchstaben und Ziffern, wie das von den Experten empfohlen wird.

    Leichtfertiger Umgang mit Datenschutz

    Beim Datenschutz wird offenbar noch leichtfertiger agiert: Nur jeder zehnte Kleinunternehmer fürchtet eine Bestrafung wegen eines Verstoßes gegen die Datenschutzgesetzgebung. Von der kommenden Datenschutzgrundverordnung, die Strafen bis zu 20 Millionen Euro vorsieht, haben 59 Prozent noch überhaupt nichts gehört. Von der Verordnung seien jedoch ausnahmslos alle Firmen betroffen, die in irgendeiner Weise personenbezogene Daten erfassen oder verarbeiten – vom Geburtsdatum bis zur Adresse, vom Autokennzeichen bis zur Kontonummer, warnt die Allianz.

    Die Umfrage wurde im Auftrag der Allianz vom Market-Institut im Sommer 2017 durchgeführt. Telefonisch befragt wurden 400 Ein-Personen-Unternehmen sowie Kleinunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern in ganz Österreich. (APA, 8.11.2017)

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