Reporter ohne Grenzen: Journalisten nirgends in Afghanistan sicher

    8. November 2017, 07:20
    2 Postings

    Regierung müsse Journalisten besser schützen

    Kabul/Berlin – Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat den IS-Angriff auf den TV-Sender Shamshad in der afghanischen Hauptstadt Kabul aufs Schärfste verurteilt. "Dieser feige Angriff zielte direkt auf das Menschenrecht aller afghanischen Bürger, sich frei zu informieren", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr am Dienstag.

    "Dieser Anschlag in der Hauptstadt zeigt, dass Medienschaffende nirgends im Land sicher sind." Die afghanische Regierung müsse Journalisten besser schützen. "Es darf den Extremisten nicht gelingen, Afghanistans Medien zum Schweigen zu bringen", so Mihr.

    Zwei Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatten in der Früh den TV-Sender in Kabul angegriffen und einen Wachmann getötet. 20 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums verletzt. Auch die beiden Angreifer seien tot. Der IS hatte die Tat über sein Sprachrohr Amaq für sich reklamiert. (APA, 8.11.2017)

    Nachlese

    Nach Anschlag in Kabul: Moderatoren senden mit Bandagen weiter – Bewaffnete lieferten sich Feuergefechte mit Sicherheitskräften, dabei gab es mindestens zwei Tote

    Share if you care.