"Go, Achilles!": Als Begleitläufer beim New-York-Marathon

Blog8. November 2017, 08:00
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Vom Traum eines blinden Läufers, einmal im Leben in New York den Marathon zu laufen, und von der amerikanischen Selbstverständlichkeit, behinderte Sportler nicht zu verstecken, sondern hochleben zu lassen

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foto: thomas rottenberg

Die Frage war ernst gemeint: Was ein Blinder davon habe, in New York einen Marathon zu laufen, lautete sie. Einer, der eh nichts sieht, könne 42,195 Kilometer doch auch in Hintertupfing abspulen. Die Frage war ein Posting. Auf Instagram. Zu einem Bild, das ich am Freitag gepostet hatte. Es zeigt Hans-Ewald Grill, Eric Rosant und mich im (noch) dunklen Central Park. Hinter uns ragt ein blaues Ding in die Höhe: der Zielbogen des NY-Marathons. Wir waren – wie hunderte andere Läuferinnen und Läufer auch – auf unserer Morgenrunde hierhergekommen, um uns das Ziel anzusehen. Der Plan war, dass zwei von uns hier am Sonntag wieder aufschlagen sollten. Sobald wir den New-York-Marathon absolviert haben würden – so wie mehr als 50.000 andere Läuferinnen und Läufer auch. Mit einem kleinen Zusatz: Hans-Ewald Grill ist blind. Rosant und ich würden den 66-Jährigen begleiten. Als "Begleitläufer".

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